Der Weg zum Onkologen führt in der Regel über eine fünfjährige internistische Weiterbildung mit Subspezialisierung in Hämatologie und Onkologie. Die emotionale Belastung durch die Betreuung krebskranker Patienten beginnt bereits in der Weiterbildungszeit und prägt den gesamten Berufsweg. Für die Finanzplanung bedeutet das: Frühzeitige BU-Absicherung für psychische Erkrankungen ist ebenso wichtig wie die klassische Altersvorsorge.
Das Wichtigste in Kürze
- Onkologische Weiterbildungsärzte verdienen 4.500 bis 6.800 Euro brutto monatlich; intensive Dienste und Nachtbereitschaften erhöhen das Gehalt.
- Die emotionale Belastung durch das Sterbeerleben und schwerkranke Patienten erhöht das Burnout-Risiko erheblich; BU-Absicherung mit vollständigem Einschluss psychischer Erkrankungen ist unerlässlich.
- Die spätere Niederlassung als Onkologe erfordert erhebliche Infrastrukturinvestitionen für Chemotherapieambulanz; die Weiterbildungszeit sollte zum Kapitalaufbau genutzt werden.
Assistenzarzt-Finanzen speziell für Onkologen
Onkologische Weiterbildungsärzte durchlaufen zunächst die internistische Grundweiterbildung und spezialisieren sich dann in der Onkologie. Während der gesamten Weiterbildungszeit sind die Dienste intensiv; das Gehalt liegt mit Nachtstunden bei 5.500 bis 6.800 Euro brutto. Bei einem Nettoeinkommen von 3.600 bis 4.200 Euro sollten mindestens 500 bis 600 Euro monatlich für BU-Schutz und Altersvorsorge vorgesehen werden.
Die Vorbereitung auf eine mögliche spätere Niederlassung in einer onkologischen Schwerpunktpraxis erfordert erhebliches Kapital: Chemotherapieinfrastruktur, Apothekenzulassung und entsprechend spezialisiertes Personal bedeuten Investitionen von 200.000 bis 500.000 Euro. Die Weiterbildungszeit bietet sechs bis sieben Jahre für den Kapitalaufbau; wer konsequent 500 Euro monatlich anlegt und 6 Prozent Rendite erzielt, erreicht nach sieben Jahren etwa 50.000 Euro.
Worauf Onkologen in der Assistenzarztzeit besonders achten sollten
Angehende Onkologen sollten bei der BU-Versicherung explizit auf den Einschluss von Burnout und psychischen Erkrankungen achten. Ärzteversichert empfiehlt, Tarife zu vermeiden, die psychische Erkrankungen als Berufsunfähigkeitsursache einschränken oder zeitlich begrenzen. Parallel dazu sollte die Altersvorsorge durch einen monatlichen Sparplan in eine fondsgebundene Rentenversicherung aufgebaut werden.
Typische Fehler in der Assistenzarztzeit
Ein häufiger Fehler ist die Vernachlässigung der psychischen BU-Absicherung mit dem Argument, als Mediziner selbst gut mit psychischen Belastungen umgehen zu können. In der Praxis zeigt sich, dass onkologische Ärzte zu den am stärksten burnout-gefährdeten Berufsgruppen gehören. Ein weiterer Fehler betrifft die fehlende Kapitalbildung für die spätere Praxisgründung. Schließlich wird die Möglichkeit, Kongressgebühren und Fachliteratur als Werbungskosten abzusetzen, häufig nicht vollständig genutzt.
Fazit
Onkologische Weiterbildungsärzte müssen von Beginn an BU-Absicherung, Kapitalaufbau und psychische Gesundheit als gleichrangige Elemente ihrer Finanzplanung behandeln. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
- Bundesärztekammer – Weiterbildungsordnung Onkologie
- GDV – Berufsunfähigkeit und Absicherung
- Kassenärztliche Bundesvereinigung – Niederlassung Onkologie
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
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