Zahnärzte in der Assistenz- und Weiterbildungszeit befinden sich in einer besonderen Situation: Das Staatsexamen befähigt direkt zur zahnärztlichen Tätigkeit, und viele Zahnärzte starten unmittelbar in eine Anstellung oder als Vorbereitungsassistent auf die spätere Praxis. Die Assistenzzeit ist für angehende Zahnärzte oft die wichtigste Sparphase, da die Praxisgründung oder -übernahme erhebliche finanzielle Mittel erfordert.
Das Wichtigste in Kürze
- Zahnärztliche Assistenten verdienen als Vorbereitungsassistenten 2.200 bis 3.500 Euro brutto monatlich; angestellte Zahnärzte in Praxen oder MVZ erzielen 4.500 bis 7.000 Euro brutto.
- Die körperliche Belastung durch Zwangshaltungen und Präzisionsarbeit erhöht das BU-Risiko bereits in der Assistenzzeit; frühzeitige BU-Absicherung ist unbedingt erforderlich.
- Die spätere Praxisübernahme oder -gründung erfordert Eigenkapital von 50.000 bis 200.000 Euro; die Assistenzzeit ist die wichtigste Sparphase.
Assistenzarzt-Finanzen speziell für Zahnärzte
Zahnärztliche Vorbereitungsassistenten verdienen in Deutschland häufig vergleichsweise wenig; die Entlohnung liegt je nach Praxis und Region bei 2.200 bis 3.000 Euro brutto monatlich. Das ist deutlich weniger als bei Humanmedizinern in der Weiterbildung. Für die Finanzplanung bedeutet das: Die Sparquote muss hoch sein, auch wenn der Absolutbetrag begrenzt ist. 200 bis 300 Euro monatlich, konsequent über zwei Jahre Vorbereitungsassistenz angelegt, ergeben bei 5 Prozent Rendite rund 5.000 bis 7.700 Euro.
Nach der Approbation und Anstellung als Zahnarzt steigt das Einkommen erheblich: Angestellte Zahnärzte in gut positionierten Praxen verdienen 5.000 bis 7.000 Euro brutto monatlich. Von diesem Zeitpunkt an sollte die Sparquote auf 20 bis 25 Prozent erhöht werden, um die Eigenkapitalbasis für die spätere Praxisübernahme aufzubauen.
Worauf Zahnärzte in der Assistenzzeit besonders achten sollten
Zahnärzte sollten die BU-Versicherung so früh wie möglich nach der Approbation abschließen. Ärzteversichert empfiehlt einen Tarif, der die zahnärztliche Feinmotorik als spezifische Berufsanforderung explizit berücksichtigt. Die Nachversicherungsgarantie ist wichtig, da das Einkommen nach der Praxisübernahme deutlich steigen wird. Gleichzeitig sollte ein Sparplan für das Praxisübernahmekapital eingerichtet werden.
Typische Fehler in der Assistenzzeit
Ein häufiger Fehler ist das Warten auf höhere Gehälter nach der Praxisgründung, bevor die BU-Versicherung abgeschlossen wird. In der Zwischenzeit kann eine Erkrankung die Versicherbarkeit einschränken oder das Prämienniveau erhöhen. Ein weiterer Fehler betrifft die fehlende Trennung zwischen Praxiskapital und Altersvorsorge; beide Ziele erfordern separate Sparpläne. Schließlich vernachlässigen viele Zahnärzte die Mitgliedschaft im Versorgungswerk der Zahnärzte und überprüfen die Beitragshistorie nicht regelmäßig.
Fazit
Zahnärzte in der Assistenzzeit müssen trotz vergleichsweise bescheidener Einstiegsgehälter früh mit BU-Absicherung, Altersvorsorge und Kapitalaufbau für die Praxisübernahme beginnen, da die Grundlagen der finanziellen Zukunft in dieser Phase gelegt werden. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
- Bundesärztekammer – Zahnmedizin und Weiterbildung
- GDV – Berufsunfähigkeit und Absicherung
- Arbeitsgemeinschaft berufsständischer Versorgungseinrichtungen (ABV)
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
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