Psychiater behandeln täglich Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen; die empathische Dauerbelastung, das Erleben von Therapieversagen und die Auseinandersetzung mit suizidalen Krisen machen Psychiater selbst zu einer gefährdeten Gruppe für psychische Erkrankungen. Diese Besonderheit stellt die BU-Versicherung für Psychiater vor eine paradoxe Herausforderung: Die Fachgruppe, die psychische Erkrankungen behandelt, ist selbst besonders vulnerabel für ebendiese BU-Ursache.

Das Wichtigste in Kürze

  • Psychiater werden von Versicherern als mittleres bis erhöhtes BU-Risiko eingestuft; die emotionale Belastung durch die Patientenarbeit erhöht das psychische BU-Risiko erheblich.
  • Psychische Erkrankungen als BU-Ursache ohne zeitliche Leistungsbegrenzung sind für Psychiater der wichtigste Tarifbaustein; Verträge mit "max. 36 Monate Psyche-Leistung" sind für diese Fachrichtung ungeeignet.
  • Eigene psychische Vorerkrankungen (behandelte Episoden von Depression, Burnout) erschweren die Antragstellung erheblich; eine anonymisierte Voranfrage ist für Psychiater mit Eigenanamnese dringend empfohlen.

BU-Versicherung speziell für Psychiater

Ein niedergelassener Psychiater mit Kassensitz und Psychotherapeutenanteil erzielt ein Nettoeinkommen von 80.000 bis 140.000 EUR jährlich. Die empfohlene BU-Monatsrente beträgt 4.000 bis 7.500 EUR; die monatliche Prämie liegt je nach Eintrittsalter und Anbieter bei 150 bis 380 EUR für eine Laufzeit bis 67 Jahre.

Psychiater in Kliniken (Oberarzt Psychiatrie) erzielen Bruttojahresgehälter von 85.000 bis 130.000 EUR; die empfohlene BU-Monatsrente beträgt 3.500 bis 6.000 EUR. Bei der Antragstellung ist besonderes Augenmerk auf vollständige und korrekte Gesundheitsangaben zu legen; Psychiater mit behandelten psychischen Episoden in der eigenen Anamnese sollten zwingend eine anonymisierte Voranfrage stellen.

Worauf Psychiater besonders achten sollten

Psychiater sollten ausschließlich Tarife wählen, die psychische Erkrankungen ohne zeitliche Begrenzung der Leistungsdauer absichern. Ärzteversichert führt für Psychiater mit schwieriger Gesundheitsvorgeschichte anonymisierte Risikovoranfragen durch, um das bestmögliche Ergebnis ohne dauerhafte Einträge im Versicherungsdatensystem zu erzielen, und identifiziert Anbieter mit fairer Beurteilung psychiatrischer Eigenanamnesen.

Typische Fehler bei Psychiatern

Psychiater schließen BU-Tarife mit zeitlich begrenzter Psyche-Leistung ab; im Leistungsfall endet die Zahlung nach 36 Monaten, obwohl die Erkrankung fortbesteht. Ein zweiter Fehler ist das Fehlen einer anonymisierten Voranfrage bei eigener psychischer Vorgeschichte, was zu Pauschalausschlüssen oder Ablehnungen führt. Drittens vergessen niedergelassene Psychiater, die Versicherungssumme nach dem Kassenarztsitz anzupassen, da das Einkommen nach Niederlassung erheblich steigt.

Fazit

Die BU-Versicherung für Psychiater muss psychische Erkrankungen unbegrenzt absichern und bei eigener psychischer Vorgeschichte eine anonymisierte Voranfrage vorangestellt werden. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

Persönliche Beratung zu diesem Thema?

Kostenfreie Erstberatung anfragen →