Kinderärzte sind im DMP Asthma bronchiale eine wichtige Schlüsselgruppe: Asthma ist die häufigste chronische Erkrankung im Kindes- und Jugendalter, und Kinderärzte können im DMP Asthma als koordinierende Ärzte für pädiatrische Patienten fungieren. Damit ist das DMP Asthma die relevanteste DMP-Schnittstelle für die Pädiatrie.
Das Wichtigste in Kürze
- DMP Asthma bronchiale als zentrales Programm für Kinderärzte: Kinderärzte können für ihre Asthma-Patienten im Alter von 0–17 Jahren als koordinierende Ärzte im DMP Asthma tätig sein.
- Einschreibevoraussetzungen für pädiatrische Patienten kennen: Die Einschlusskriterien für das DMP Asthma bei Kindern unterscheiden sich leicht von denen bei Erwachsenen.
- Koordination mit Pneumologen sicherstellen: Kinder mit schwerem Asthma werden häufig von pädiatrischen Pneumologen mitbetreut; die DMP-Dokumentation muss diesen Mitbehandler einschließen.
DMP-Programme speziell für Kinderärzte
Im DMP Asthma bronchiale können Kinderärzte als koordinierende Ärzte für pädiatrische Patienten tätig sein. Die Einschreibung setzt voraus, dass eine gesicherte Asthmadiagnose vorliegt und der Patient bereit ist, aktiv am strukturierten Behandlungsprogramm teilzunehmen. Für eine kinderärztliche Praxis in einer mittelgroßen Stadt mit 30–60 DMP-Asthma-Patienten bedeutet die Koordinationspauschale Zusatzeinnahmen von 4.000–10.000 EUR jährlich.
Die Besonderheit des pädiatrischen DMP Asthma liegt in der altersabhängigen Behandlung: Schulungsangebote für Kinder müssen altersgerecht sein, und die Einbeziehung der Eltern ist ein integraler Bestandteil des DMP. Kinderärzte, die am DMP Asthma teilnehmen, sollten sicherstellen, dass entsprechende Schulungsangebote (z. B. KIAS-Schulung) regional verfügbar und für ihre Patienten zugänglich sind.
Worauf Kinderärzte besonders achten sollten
Kinderärzte sollten alle Patienten mit gesicherter Asthmadiagnose systematisch auf ihre DMP-Eignung prüfen und die Einschreibung aktiv ansprechen. Eltern sollten über die Vorteile des strukturierten Behandlungsprogramms informiert werden, da die Einschreibung für das Kind freiwillig ist und aktiver Kommunikation bedarf. Ärzteversichert empfiehlt Kinderärzten, die DMP-Asthma-Teilnahme als Teil einer qualitätsorientierten Praxisstrategie zu kommunizieren, die auch die Praxisreputation bei Eltern stärkt.
Die Übergangsphase beim Wechsel von der kinderärztlichen in die hausärztliche Versorgung im Alter von 18 Jahren muss für DMP-Asthma-Patienten koordiniert werden; ohne strukturierten Übergang kann die DMP-Einschreibung verloren gehen.
Typische Fehler bei Kinderärzten
Ein häufiger Fehler ist die fehlende systematische Identifikation von DMP-fähigen Asthma-Patienten in der Praxis; ohne gezielte Abfrage der Versicherungssituation werden mögliche Einschreibungen übersehen. Ein zweiter Fehler ist die fehlende altersgerechte Schulungsdokumentation; das DMP Asthma setzt voraus, dass Schulungsmaßnahmen regelmäßig angeboten und dokumentiert werden. Schließlich wird der strukturierte Übergang in die Erwachsenenmedizin bei DMP-Asthma-Patienten oft nicht formalisiert.
Fazit
Kinderärzte können durch aktive DMP-Asthma-Beteiligung sowohl die Versorgungsqualität ihrer Patienten verbessern als auch relevante Zusatzvergütungen realisieren; der strukturierte Übergang in die Erwachsenenmedizin muss dabei systematisch geplant werden. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
- KBV – Kassenärztliche Bundesvereinigung – DMP Asthma
- GKV-Spitzenverband – Disease-Management-Programme
- Bundesgesundheitsministerium – Asthma und DMP
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
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