Augenärzte mit eigener Praxis erzielen durch den hohen Anteil an IGeL-Leistungen und refraktiver Chirurgie ein oft überdurchschnittliches Einkommen. Gleichzeitig ist dieses Einkommen stärker als bei reinen Kassenpraxen von der Zahlungsbereitschaft privater Patienten abhängig, was die private Vermögensanlage über ETFs zu einem wichtigen Stabilitätsfaktor macht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Niedergelassene Augenärzte erzielen durch Privatleistungen häufig 10.000 bis 18.000 EUR netto monatlich; die Sparrate sollte 15 bis 20 % des Nettoeinkommens betragen.
  • Da ein erheblicher Teil des Augenarztumsatzes durch LASIK und IGeL kommt, ist das Einkommen konjunkturabhängig; der ETF-Sparplan sollte auch in guten Jahren diszipliniert geführt werden.
  • Praxisverkaufserlöse sind steuerlich begünstigt, aber nicht planbar; der ETF-Sparplan bietet praxisunabhängige Vorsorge.

ETF-Sparplan speziell für Augenärzte

Augenärzte, die neben der kassenärztlichen Versorgung refraktive Chirurgie und ästhetische Ophthalmologie anbieten, haben typischerweise schwankende Monatsumsätze. In solchen Einkommensprofilen bietet ein ETF-Sparplan mit flexibler Rate den Vorteil, dass in ertragreichen Monaten eine höhere Rate gebucht werden kann, ohne dass in schwächeren Monaten die finanzielle Belastung zu groß wird.

Ein MSCI-World-ETF mit jährlichen Kosten (TER) von unter 0,2 % ist die Standardempfehlung für langfristiges Sparen. Bei Augenärzten mit hohem Einkommen lohnt sich die steuerliche Optimierung durch Aufteilen des Depots auf mehrere Konten (z.B. eigenes Depot und Partnerdepot), um den doppelten Sparerpauschbetrag von 2.000 EUR jährlich zu nutzen.

Worauf Augenärzte besonders achten sollten

Die Praxis eines Augenarztes ist ein erhebliches Sachvermögen (Geräte, Patientenstamm), das bei der Altersvorsorgeplanung berücksichtigt werden muss. Ärzteversichert empfiehlt Augenärzten, die Praxisvermögen und privates Depot getrennt zu planen und nicht auf einen hohen Praxisverkaufserlös zu setzen, da dieser von Marktbedingungen und der Nachfolgersuche abhängt.

Für Augenärzte in Ballungszentren mit hohem Privatpatientenanteil gilt: Die Abhängigkeit vom Privatmarkt erhöht das Einkommensrisiko bei einer Wirtschaftsrezession; ein solides ETF-Depot mit globaler Diversifikation reduziert diese Abhängigkeit.

Typische Fehler bei Augenärzten

Ein häufiger Fehler ist die Konzentration des Vermögens in der Praxis und Immobilien statt in einem diversifizierten ETF-Portfolio. Immobilien und Praxis korrelieren häufig mit lokalen wirtschaftlichen Faktoren; ein globaler ETF bietet echte Diversifikation.

Ein weiterer Fehler ist die zu konservative Anlagestrategie: Viele Augenärzte legen überschüssiges Kapital auf Tagesgeldkonten statt in ETFs, wodurch sie reale Kaufkraftverluste erleiden.

Fazit

Augenärzte sollten die hohen Einkommensphasen ihrer Karriere nutzen, um ein praxisunabhängiges ETF-Depot aufzubauen, das auch nach dem Praxisverkauf finanzielle Sicherheit bietet. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

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