Sportmediziner verbinden in ihrer Tätigkeit verschiedene medizinische Gebiete: Orthopädie, Innere Medizin, Leistungsphysiologie und Präventivmedizin. Die Fortbildungspflicht ist entsprechend vielschichtig und umfasst neben allgemeinen CME-Pflichten auch verbandsspezifische Zertifizierungen.

Das Wichtigste in Kürze

  • 250 CME-Punkte in fünf Jahren gelten auch für Sportmediziner; die Zusatzbezeichnung Sportmedizin muss durch nachgewiesene Fortbildungen aufrechterhalten werden
  • Sportmediziner an Olympiastützpunkten und Bundesleistungszentren unterliegen zusätzlichen Qualifikationsanforderungen des DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund)
  • Anti-Doping-Schulungen sind für Sportärzte, die Verbandssportler betreuen, verpflichtend

Fortbildungspflicht speziell für Sportmediziner

Sportmediziner, die für Verbandssportler tätig sind, müssen nach den WADA- und NADA-Richtlinien regelmäßige Anti-Doping-Schulungen absolvieren und dokumentieren. Dies betrifft insbesondere die korrekte Anwendung der Verbotsliste, die Ausstellung von therapeutischen Ausnahmegenehmigungen (TUE) und die Kenntnis aktueller Sperrlisten. Die NADA bietet Online-Schulungsmodule an, die als Fortbildungsnachweis gegenüber Verbänden eingereicht werden können.

Die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) bietet für die Sportmediziner-Zusatzbezeichnung eigene Fortbildungscurricula an, die regelmäßige Rezertifizierungen vorsehen. Sportmediziner an olympischen Stützpunkten müssen spezifische DOSB-Lizenzierungen vorhalten, die alle vier Jahre erneuert werden müssen und leistungsphysiologische sowie notfallmedizinische Inhalte umfassen.

Worauf Sportmediziner besonders achten sollten

Sportmediziner sollten die aktuell gültige WADA-Verbotsliste stets parat haben, da diese jährlich zum 1. Januar aktualisiert wird. Eine Verordnung einer gesperrten Substanz, auch unwissentlich, kann für Arzt und Sportler weitreichende Konsequenzen haben. Ärzteversichert empfiehlt, die Berufshaftpflicht für die Betreuung von Hochleistungssportlern gesondert zu prüfen, da hier ein erhöhtes Haftungsrisiko bei sportbedingten Verletzungen und Leistungsdiagnostik besteht.

Typische Fehler bei Sportmedizinern

Ein häufiger Fehler ist die Ausstellung von TUE-Anträgen ohne genaue Kenntnis des aktuellen Formularprozesses und der Genehmigungsfristen. Zweiter Fehler: Sportmediziner, die Amateur- und Hobbysportler betreuen, unterschätzen, dass Anti-Doping-Regeln auch bei Lizenzwettkämpfen im Amateursport gelten.

Fazit

Sportmediziner benötigen eine Fortbildungsplanung, die Anti-Doping-Pflichten, DOSB-Lizenzanforderungen und allgemeine CME-Punkte systematisch abdeckt. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

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