Kardiologen haben durch ihren Zugang zu hochwertigen Herzdiagnostikgeräten ein attraktives IGeL-Portfolio. Herzgesundheit ist ein Thema mit hoher gesellschaftlicher Relevanz und entsprechend hoher Patientenmotivation für Vorsorge. Gleichzeitig sind die Investitionskosten kardiologischer Praxen hoch, was den Anreiz zur Maximierung der Geräteauslastung durch IGeL-Leistungen verstärkt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kardiovaskuläres Risiko-Screening für gesunde Erwachsene (Herzecho, Belastungs-EKG, Laborwerte) als Paket für 120 bis 200 EUR ist ein häufig gebuchtes IGeL-Angebot
  • Sportherz-Untersuchungen für Leistungssportler und sportlich aktive Personen sind IGeL mit hoher Zahlungsbereitschaft: 100 bis 200 EUR je Untersuchung
  • Genetische Beratung und Vorsorge bei familiärem Herzleiden ist ein wachsendes IGeL-Feld für Hochrisikofamilien

IGeL-Leistungen speziell für Kardiologen

Kardiologen können das kardiovaskuläre Risiko-Screening als zentrales IGeL-Produkt positionieren. Das Paket umfasst: Ruhe-EKG, Echokardiographie, Blutdruckmessung, Laborwerte (Cholesterin, hsCRP, Lp(a), Homocystein). Als vollständiges Paket für 150 bis 250 EUR angeboten, spricht es gesundheitsbewusste Patienten über 40 Jahre an, die ihr Herzrisiko kennen möchten. Bei zehn Paketen pro Woche ergibt das 1.500 bis 2.500 EUR wöchentlicher Zusatzumsatz.

Die Sportherz-Untersuchung ist eine weitere stark nachgefragte IGeL-Leistung. Für Leistungssportler, Hobbymarathonläufer und Personen, die in einen intensiven Sportbetrieb einsteigen möchten, bietet die kardiovaskuläre Sporttauglichkeitsuntersuchung (EKG, Echokardiographie, Belastungstest) wichtige Informationen. Der Preis liegt bei 100 bis 200 EUR; bei aktiven Sportvereinen in der Umgebung ist ein strukturiertes Kooperationsangebot sinnvoll.

Worauf Kardiologen besonders achten sollten

Kardiologen müssen bei IGeL-Screenings sorgfältig mit Zufallsbefunden umgehen. Ein asymptomatischer Patient, der für ein IGeL-Screening kommt und dabei eine schwere Aortenklappeninsuffizienz diagnostiziert bekommt, war mit dem IGeL nicht einverstanden; das Screening-Ergebnis hat aber unmittelbare medizinische Konsequenzen. Ärzteversichert empfiehlt, die Berufshaftpflicht für IGeL-Zufallsbefunde zu überprüfen.

Typische Fehler bei Kardiologen

Ein häufiger Fehler ist die fehlende Aufklärung über die Konsequenzen eines auffälligen IGeL-Befunds. Patienten, die zu einem IGeL-Screening kommen und danach mit einem behandlungsbedürftigen Befund konfrontiert werden, sind oft überrumpelt; eine vorherige Aufklärung über diese Möglichkeit gehört zum Aufklärungsgespräch. Ein weiterer Fehler betrifft Lp(a)-Tests: Dieser Laborwert ist ein wichtiger kardiovaskulärer Risikomarker, der weder GKV-erstattungsfähig noch allgemein bekannt ist; aktive Kommunikation erhöht die Nachfrage erheblich.

Fazit

Kardiologen, die ihr diagnostisches Equipment durch strukturierte IGeL-Pakete auslasten und Patientenmotivation für Herzvorsorge gezielt ansprechen, erzielen planbare Zusatzerlöse. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

Persönliche Beratung zu diesem Thema?

Kostenfreie Erstberatung anfragen →