Dermatologen gehören zu den Fachärzten mit einem besonders attraktiven IGeL-Potenzial: Botox, Laser-Behandlungen, ästhetische Korrekturen und Hautkrebsscreening-Pakete generieren erhebliche Privateinnahmen neben dem Kassenhonorar. Diese zusätzliche Einkommensquelle schafft Spielraum für eine langfristige Immobilienstrategie als Altersvorsorge.

Das Wichtigste in Kürze

  • Niedergelassene Dermatologen mit ästhetischer Spezialisierung erzielen Jahresüberschüsse von 180.000 bis 400.000 EUR; damit ist monatlich ein erheblicher Betrag für Investitionen verfügbar.
  • Die Praxisimmobilie für eine Dermatologie-Praxis ist gut drittverwendungsfähig, da keine spezialisierten technischen Installationen wie Gasanschlüsse oder schwere Geräteteile erforderlich sind.
  • Dermatologen profitieren von einem niedrigen BU-Risiko im Vergleich zu operativen Fachärzten, was längere Finanzierungslaufzeiten und höhere Beleihungsausläufe ermöglicht.

Immobilie als Altersvorsorge speziell für Dermatologen

Dermatologen mit eigener Praxis stehen oft vor der Wahl zwischen Miete und Kauf der Praxisräume. Da dermatologische Praxen keine aufwendigen bautechnischen Installationen benötigen (im Gegensatz zu radiologischen oder nuklearmedizinischen Praxen), sind die Umbaukosten moderat und die Drittverwendungsfähigkeit hoch. Ein Kauf zu einem Preis von 400.000 EUR in einer Mittelstadt mit anschließender Vermietung nach Praxisaufgabe kann ein attraktives passives Einkommen von 1.500 bis 2.000 EUR monatlich generieren.

Für das private Renditeobjekt bietet sich für Dermatologen die Kombination aus eigenem Wohneigentum und einem Vermietungsobjekt an. Bei einem monatlichen freien Cashflow von 5.000 EUR nach laufenden Ausgaben können zwei parallele Finanzierungen (Eigenheim + Renditewohnung) bedient werden, wenn die Gesamt-Darlehensrate 40 Prozent des Nettoeinkommens nicht übersteigt.

Worauf Dermatologen besonders achten sollten

Da Dermatologen mit ästhetischer Spezialisierung erhebliche Investitionen in Lasergeräte, Ultraschall-Geräte und Behandlungsräume tätigen, sollte die Kapitalverwendung klar priorisiert werden. Ärzteversichert empfiehlt Dermatologen, die Praxisausstattung über Leasing oder Praxisdarlehen zu finanzieren (da diese Kosten steuerlich absetzbar sind) und den Eigenkapitaleinsatz gezielt für die Immobilienwelt zu nutzen. Auch die private Krankenversicherung und eine adäquate Berufsunfähigkeitsabsicherung müssen parallel zur Immobilienstrategie gesichert sein.

Typische Fehler bei Dermatologen

Dermatologen in der ästhetischen Medizin unterschätzen häufig die Konjunkturabhängigkeit ihres IGeL-Einkommens: In wirtschaftlichen Abschwungphasen sinkt die Nachfrage nach ästhetischen Leistungen, während Darlehensraten konstant bleiben. Eine zu hohe Verschuldungsquote auf Basis von IGeL-Einnahmen ist daher riskant. Ein zweiter Fehler ist die Nichtbeachtung der Spekulationsfrist: Wird eine vermietete Eigentumswohnung innerhalb von zehn Jahren verkauft, ist der Gewinn voll steuerpflichtig. Drittens versäumen manche Dermatologen, beim Praxisverkauf den Immobilienteil separat zu bewerten.

Fazit

Dermatologen mit stabilen Einnahmen aus GKV und ästhetischer Medizin können Immobilien als verlässlichen Baustein der Altersvorsorge aufbauen; wichtig ist die Planungssicherheit der Finanzierung auch bei schwächeren IGeL-Jahren. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

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