Internisten bilden mit über 50.000 niedergelassenen Ärzten eine der größten Facharztgruppen in Deutschland. Das Spektrum reicht vom hausärztlich tätigen Internisten bis zum kardiologisch, gastroenterologisch oder nephrologisch spezialisierten Schwerpunktinternisten. Diese Bandbreite spiegelt sich auch in der Einkommenssituation und damit in den Möglichkeiten der Immobilien-Altersvorsorge wider.

Das Wichtigste in Kürze

  • Hausärztlich tätige Internisten erzielen Jahresüberschüsse von 80.000 bis 150.000 EUR; schwerpunktinternistische Praxen (Kardiologie, Gastroenterologie) liegen bei 150.000 bis 300.000 EUR.
  • Internistische Praxen sind durch gute Drittverwendbarkeit der Räume gekennzeichnet (keine Hochspannungsanlagen, keine Dunkelkammern); das erleichtert den späteren Verkauf oder die Vermietung.
  • Versorgungswerk-Pflichtbeiträge reduzieren das frei verfügbare Einkommen; Internisten sollten die Immobilienrate an den Beiträgen orientiert planen.

Immobilie als Altersvorsorge speziell für Internisten

Für niedergelassene Internisten ist der Kauf der eigenen Praxisräume häufig der erste Schritt in die Immobilien-Altersvorsorge. Internistische Praxen benötigen üblicherweise 100 bis 200 Quadratmeter; bei einem Kaufpreis von 350.000 EUR in einer Mittelstadt ergibt sich eine monatliche Darlehensrate von ca. 1.600 EUR bei 3,5 Prozent Zinsen und 30 Jahren Laufzeit. Nach Praxisaufgabe kann die Immobilie an einen Nachfolger vermietet werden, was ein kalkulierbares Renteneinkommen generiert.

Schwerpunktinternisten mit diagnostischen Verfahren (Echokardiographie, Endoskopie) haben teurere Praxisausstattungen, die aber unabhängig von der Immobilie geplant werden sollten. Das Renditeobjekt als zweite Säule empfiehlt sich für Internisten ab einem Jahresüberschuss von 150.000 EUR; darunter sollte die Altersvorsorge primär über das Versorgungswerk und ggf. eine fondsgebundene Police erfolgen.

Worauf Internisten besonders achten sollten

Internisten sollten prüfen, ob ihre Versorgungswerksrente ausreicht, um den Lebensstandard zu halten. Liegt die kalkulierte Versorgungswerksrente mehr als 30 Prozent unter dem angestrebten Ruhestandseinkommen, ist eine zusätzliche Immobilien-Investition sinnvoll. Ärzteversichert empfiehlt Internisten, eine detaillierte Versorgungslückenanalyse durchzuführen, bevor das Budget für Immobilien festgelegt wird. Außerdem sollte die Berufsunfähigkeitsabsicherung die Darlehensrate abdecken; da Internisten ein moderates BU-Risiko haben, sind die Prämien in der Regel günstiger als bei operativen Fachärzten.

Typische Fehler bei Internisten

Ein klassischer Fehler hausärztlicher Internisten ist die Verwechslung von Praxiswert und Immobilienwert; der Goodwill der Praxis ist beim Verkauf nicht automatisch im Immobilienwert enthalten. Ein zweiter Fehler betrifft die Finanzierungslaufzeit: Wer mit 50 Jahren eine Immobilie kauft und keine 30-jährige Finanzierung stemmen möchte, muss höhere monatliche Raten einkalkulieren. Drittens vernachlässigen manche Internisten die laufenden Kosten der Immobilienverwaltung, die bei Vermietung ca. 8 bis 12 Prozent der Bruttomiete ausmachen können.

Fazit

Für Internisten mit stabilen Kasseneinnahmen ist die Immobilie als zweiter Vorsorgebaustein neben dem Versorgungswerk eine sinnvolle Option; die Entscheidung sollte auf Basis einer genauen Versorgungslückenanalyse getroffen werden. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

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