Die Niederlassung als Internist bietet Chancen in einem weiterhin nachgefragten Versorgungsbereich. Ob als Hausarzt oder als fachärztlicher Internist mit Schwerpunkt, eine sorgfältige Niederlassungsplanung ist der Grundstein für eine erfolgreiche Praxis.
Das Wichtigste in Kürze
- Internisten können sich als hausärztlich tätige Allgemein-Internisten oder als Fachärzte mit Schwerpunkt (Kardiologie, Gastroenterologie etc.) niederlassen.
- Die KV-Zulassung hängt von der Bedarfsplanung der jeweiligen Region ab; in einigen Gebieten besteht Unterversorgung.
- Investitions- und Finanzierungsplanung sollte mindestens 18 Monate vor Praxiseröffnung beginnen.
Niederlassung speziell für Internisten
Internisten, die sich hausärztlich niederlassen möchten, profitieren von der bundesweit zunehmenden Unterversorgung in der Hausarztmedizin. In ländlichen Regionen sind Sonderbedarfszulassungen häufig ohne lange Wartezeiten erhältlich; in Ballungsräumen ist der Erwerb eines bestehenden Kassensitzes die häufigste Route. Als Fachärzte mit internistischem Schwerpunkt, etwa Gastroenterologen oder Kardiologen, gelten andere Planungsregionen und Versorgungsquoten.
Der Investitionsbedarf für eine internistische Praxis liegt je nach Schwerpunkt zwischen 120.000 und 400.000 Euro: Echokardographie, Spirometrie, Langzeit-EKG und Gastroendoskopie sind typische Geräte, deren Kosten summiert werden müssen. Finanzierungen über spezialisierte Arztbanken mit tilgungsfreien Anlaufjahren sind empfehlenswert; ergänzend können KfW-Förderprogramme genutzt werden.
Worauf Internisten besonders achten sollten
Internisten, die von der Klinik in die Niederlassung wechseln, müssen die Versicherungssituation neu ausrichten: Die klinische Haftpflicht des Arbeitgebers endet; die eigene Praxishaftpflicht muss spätestens am ersten Praxistag aktiv sein. Ärzteversichert unterstützt Internisten bei der Zusammenstellung eines vollständigen Versicherungspakets für die Niederlassung und berücksichtigt dabei das individuelle Leistungsspektrum der Praxis.
Typische Fehler bei Internisten
Häufig wird die Anlaufphase finanziell unterschätzt: KV-Abrechnungen werden mit einem Quartal Verzug ausgezahlt; wer nicht ausreichend Eigenkapital oder Betriebsmittelreserven vorhält, gerät in Liquiditätsnot. Ein weiterer Fehler ist das Unterschätzen des administrativen Aufwands: Abrechnung, Qualitätsmanagement und Personalführung beanspruchen in der eigenen Praxis deutlich mehr Zeit als in der Klinik.
Fazit
Die Niederlassung als Internist ist ein lohnendes Vorhaben, das mit ausreichendem Vorlauf, solider Finanzplanung und vollständigem Versicherungsschutz zum Erfolg wird. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
- KBV – Niederlassung als Internist
- Bundesärztekammer – Zulassung und Bedarfsplanung
- KfW – Förderprogramme für Praxisgründer
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
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