Kardiologie gehört zu den Fachrichtungen mit den attraktivsten Gehaltsperspektiven im klinischen Bereich. Wer als Kardiologe den Schritt zum Oberarzt vollzieht, sollte die gestiegenen Einnahmen gezielt für Absicherung und Vermögensaufbau nutzen.
Das Wichtigste in Kürze
- Oberärzte in der Kardiologie verdienen nach TV-Ärzte typischerweise zwischen 10.000 und 13.000 Euro brutto monatlich.
- Herzkatheterlabors und Echokardiographie-Leistungen bieten an vielen Kliniken Liquidationsmöglichkeiten.
- Berufsunfähigkeitsversicherung und Altersvorsorge sollten an das gestiegene Einkommensniveau angepasst werden.
Oberarzt-Finanzen speziell für Kardiologen
Kardiologen im Oberarztstatus sind häufig in kardiologischen Schwerpunktzentren oder Herzchirurgien tätig und erzielen neben dem Tarifgehalt Zusatzeinkünfte durch Liquidation invasiver Eingriffe wie Koronarangiografien, Ablationen oder Schrittmacherimplantationen. Die Abrechnung erfolgt über GOÄ-Ziffern, wobei je nach Eingriff und Steigerungssatz Honorare von 200 bis über 1.500 Euro pro Eingriff möglich sind. In aktiven Herzkatheterlabors können diese Einnahmen ein Jahresvolumen von 30.000 bis 70.000 Euro erreichen.
Mit einem Gesamteinkommen von 150.000 Euro brutto jährlich und darüber hinaus beginnen steuerliche Optimierungsstrategien besonders zu greifen. Einzahlungen in das ärztliche Versorgungswerk sind Pflicht; darüber hinaus eignet sich die Rürup-Rente als ergänzende steuerlich geförderte Altersvorsorge. Alternativ oder ergänzend kann eine fondsgebundene Lebensversicherung mit Nettotarif-Struktur sinnvoll sein, bei der keine Ausgabeaufschläge anfallen.
Worauf Kardiologen besonders achten sollten
Kardiologen mit Liquidationsrecht sollten ihre Berufshaftpflichtversicherung an die tatsächlich erbrachten Leistungen anpassen. Interventionelle Kardiologie trägt ein höheres Haftungsrisiko als konservative Behandlung; entsprechend sollte die Deckungssumme mindestens 5 Millionen Euro je Schadensfall betragen. Ärzteversichert unterstützt Kardiologen dabei, einen maßgeschneiderten Versicherungsschutz zu finden, der sowohl klinische als auch eventuell selbstständige Tätigkeiten abdeckt.
Typische Fehler bei Kardiologen
Ein verbreiteter Fehler ist die Vernachlässigung des Vermögensaufbaus in den Jahren des höchsten Einkommens. Wer mit 40 Jahren Oberarzt wird und erst mit 50 mit dem strukturierten Sparen beginnt, verpasst wichtige Zinseszins-Effekte. Zudem unterschätzen viele Kardiologen die Bedeutung einer privaten Berufsunfähigkeitsabsicherung, da die gesetzliche Erwerbsminderungsrente bei einem Einkommensniveau von 150.000 Euro nur einen Bruchteil des Lebensstandards sichert.
Fazit
Kardiologen im Oberarztstatus profitieren von einem attraktiven Einkommensniveau, das gezielt für langfristige Absicherung und Vermögensbildung genutzt werden sollte. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
- Bundesärztekammer – GOÄ und Liquidation
- Bundesfinanzministerium – Steuerpflichten Ärzte
- GDV – Berufshaftpflicht für Ärzte
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
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