Orthopäden, die täglich mit Bewegungseinschränkungen, Gelenkerkrankungen und Unfallfolgen bei ihren Patienten konfrontiert sind, wissen aus erster Hand, wie schnell aus körperlicher Aktivität eine dauerhafte Pflegebedürftigkeit werden kann. Diese berufliche Nähe zum Thema Pflege sollte Orthopäden zur frühzeitigen Absicherung motivieren.
Das Wichtigste in Kürze
- Orthopäden sind durch jahrelange körperliche Belastung im Stehen und durch Hebetätigkeiten selbst einem erhöhten Risiko für Muskel-Skelett-Erkrankungen ausgesetzt, die im Alter zur Pflegebedürftigkeit führen können
- Die gesetzliche Pflegeversicherung schließt die Versorgungslücke bei weitem nicht; die monatliche Unterdeckung beträgt typischerweise 1.500 bis 2.500 EUR
- Ein früher Vertragsabschluss spart erhebliche Beiträge und sichert günstige Konditionen vor etwaigen Vorerkrankungen
Pflegezusatzversicherung speziell für Orthopäden
Orthopäden kennen aus ihrem Fachgebiet die Konsequenzen von Gelenkerkrankungen, Wirbelsäulendegeneration und Muskelabbau im Alter. Wer jahrzehntelang im OP gestanden hat, läuft selbst Gefahr, an muskuloskelettalen Erkrankungen zu erkranken, die die Selbstversorgungsfähigkeit im Alter einschränken. Das Risikobewusstsein aus dem ärztlichen Alltag sollte Orthopäden motivieren, früh eine Pflegezusatzversicherung abzuschließen.
Die private Pflegetagegeldversicherung zahlt ab einem bestimmten Pflegegrad einen vereinbarten Tagessatz, unabhängig davon, ob die Pflege stationär oder ambulant erfolgt. Bei einem vereinbarten Tagessatz von 100 EUR ergibt das monatlich 3.000 EUR. Zusammen mit der gesetzlichen Pflegeversicherungsleistung von bis zu 2.005 EUR im Pflegegrad 5 ergibt das maximal 5.005 EUR monatlich, was die typischen Heimkosten von 3.500 bis 4.500 EUR mehr als ausreichend abdeckt.
Worauf Orthopäden besonders achten sollten
Orthopäden sollten bei der Antragstellung bestehende orthopädische Vorerkrankungen vollständig angeben. Chronische Kniebeschwerden, Bandscheibenvorfälle oder Schulterbeschwerden können zu Risikoaufschlägen oder Ausschlüssen führen; besser aber als im Leistungsfall auf Ablehnung zu stoßen, ist eine transparente Antragstellung. Ärzteversichert empfiehlt die frühzeitige Tarifprüfung mit einem unabhängigen Berater, um die Auswirkungen bestehender Vorerkrankungen auf den Versicherungsschutz zu bewerten.
Typische Fehler bei Orthopäden
Ein verbreiteter Fehler ist die Unterschätzung der Kostenentwicklung im Pflegebereich. Pflegeheimkosten sind historisch jährlich um 3 bis 5% gestiegen; ein Pflegetagegeld-Vertrag ohne Dynamisierungsklausel verliert über die Laufzeit erheblich an Kaufkraft. Die Dynamisierung sollte mindestens 2 bis 3% jährlich betragen. Ein weiterer Fehler ist die Vernachlässigung der ambulanten Pflegekosten: Wer zuhause gepflegt werden möchte, braucht ebenfalls erhebliche finanzielle Mittel für professionelle Pflegekräfte, die durch die Pflegetagegeld-Zahlung flexibel eingesetzt werden können.
Fazit
Eine Pflegezusatzversicherung ist für Orthopäden besonders sinnvoll, da sie das beruflich geschärfte Risikobewusstsein in konkrete Vorsorge umwandelt und die Versorgungslücke der gesetzlichen Pflegeversicherung schließt. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
- GKV-Spitzenverband – Pflegeversicherung
- GDV – Private Pflegezusatzversicherung
- Bundesgesundheitsministerium – Pflege und Prävention
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
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