Internisten sind in ihrer Tätigkeit mit vielfältigen rechtlichen Risiken konfrontiert, von Behandlungsfehlervorwürfen bis zu Streitigkeiten mit Kassenärztlichen Vereinigungen. Eine leistungsstarke Rechtsschutzversicherung schützt vor den erheblichen Kosten rechtlicher Auseinandersetzungen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Arztrechtliche Auseinandersetzungen können schnell fünf- bis sechsstellige Anwalts- und Gerichtskosten verursachen.
  • Rechtsschutzversicherungen für Ärzte decken Berufsrechtsschutz, Strafrechtsschutz und privaten Rechtsschutz ab.
  • Internisten benötigen eine Deckungssumme von mindestens 500.000 Euro für ausreichenden Schutz.

Rechtsschutzversicherung speziell für Internisten

Internisten behandeln ein breites Spektrum chronisch kranker Patienten und koordinieren häufig komplexe Behandlungsverläufe über Fachgrenzen hinaus. Diese Komplexität erhöht das Risiko von Behandlungsfehlervorwürfen: Wenn ein Patient mit Herzinsuffizienz, Diabetes und Niereninsuffizienz einen Schlaganfall erleidet, stellt sich häufig die Frage, ob die Behandlung leitliniengerecht war. Derartige Auseinandersetzungen können mehrere Jahre dauern und erhebliche Anwaltskosten erzeugen.

Neben Behandlungsfehlern drohen Internisten rechtliche Konflikte in weiteren Bereichen: KV-Abrechnungsstreitigkeiten, Regressforderungen bei Überschreitung von Arzneimittelbudgets und arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen mit Praxispersonal. Eine umfassende Rechtsschutzversicherung deckt idealerweise alle diese Bereiche ab. Wichtig ist, dass der Berufsrechtsschutz auch Verfahren vor Zulassungsausschüssen einschließt, da der Verlust der KV-Zulassung existenzgefährdend ist.

Worauf Internisten besonders achten sollten

Bei der Auswahl der Rechtsschutzversicherung sollten Internisten auf den Einschluss von Strafrechtsschutz achten, der greift, wenn ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung oder fahrlässiger Tötung eingeleitet wird. Selbst wenn kein strafrechtliches Verschulden vorliegt, entstehen erhebliche Anwaltskosten. Ärzteversichert empfiehlt, die Deckungssumme nicht unter 500.000 Euro zu wählen und die Police regelmäßig auf Aktualität zu prüfen, da sich das Leistungsspektrum internistischer Praxen ändert.

Typische Fehler bei Internisten

Ein häufiger Fehler ist der Abschluss einer allgemeinen Rechtsschutzversicherung ohne speziellen Berufsrechtsschutz für Ärzte. Standard-Tarife schließen berufliche Streitigkeiten häufig aus oder decken sie nur begrenzt ab. Ein weiterer Fehler ist die Wahl einer zu niedrigen Deckungssumme: Bei Verfahren vor dem Landgericht oder im Berufsrecht können die Kosten schnell 50.000 bis 100.000 Euro übersteigen.

Fazit

Eine umfassende Rechtsschutzversicherung ist für Internisten eine unverzichtbare Absicherung in einem zunehmend reglementierten und haftungsträchtigen Berufsleben. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

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