Arbeitsmediziner, die selbstständig tätig sind, tragen für ihre Familie und ihren Betrieb eine erhebliche finanzielle Verantwortung. Eine Risikolebensversicherung sichert Hinterbliebene im Todesfall ab und schützt gleichzeitig laufende Kreditverbindlichkeiten (Investitionsdarlehen, Praxisimmobilie). Diese Versicherung ist für Familienernährer unter Arbeitsmedizinern unverzichtbar.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Risikolebensversicherung zahlt im Todesfall eine vereinbarte Kapitalsumme an Hinterbliebene; Beiträge sind gering, der Leistungsumfang jedoch hoch.
  • Für Arbeitsmediziner mit laufenden Investitionsdarlehen sollte die Versicherungssumme mindestens die ausstehende Schuld abdecken; üblich sind Summen von 200.000 bis 600.000 Euro.
  • Annuierende (fallende) Versicherungssummen eignen sich für Kreditabsicherung; konstante Summen für Hinterbliebenenversorgung.

Risikolebensversicherung speziell für Arbeitsmediziner

Arbeitsmediziner, die ein überbetriebliches Zentrum aufgebaut haben und mit Bankkrediten finanziert sind, benötigen eine Risikolebensversicherung, die im Todesfall die Restschuld tilgt und der Familie den Weiterbetrieb oder eine geordnete Übergabe ermöglicht. Bei einem ausstehenden Darlehen von 300.000 Euro empfiehlt sich eine annuitätisch fallende Versicherungssumme, die mit der Schuldentilgung schrittweise sinkt und damit auch günstiger in der Prämie ist als eine konstante Summe.

Für die Familie des verstorbenen Arbeitsmediziner ist zusätzlich zur Kreditabsicherung eine separate Hinterbliebenenversorgung wichtig. Eine konstante Versicherungssumme von 500.000 Euro sichert bei 3 Prozent Kapitalverzehr ca. 15.000 Euro jährlich für 33 Jahre, was bei Kleinkindern als Grundversorgung ausreicht. Jüngere Arbeitsmediziner (Mitte 30, Kleinkinder) zahlen für eine 500.000-Euro-Police mit 20-jähriger Laufzeit ca. 30 bis 50 Euro monatlich, was ein sehr günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis darstellt.

Worauf Arbeitsmediziner besonders achten sollten

Bei der Gesundheitsprüfung für die Risikolebensversicherung müssen Arbeitsmediziner vollständige Angaben zu Vorerkrankungen machen. Wer Beschwerden am Bewegungsapparat, Herz-Kreislauf-Risikofaktoren oder eine Tumorerkrankung in der Vorgeschichte hat, muss damit rechnen, Risikozuschläge zu zahlen oder abgelehnt zu werden. Ärzteversichert vergleicht anbieterübergreifend, welche Versicherer die besten Konditionen bei bestimmten Vorerkrankungen bieten.

Außerdem sollte bei der Tarifauswahl geprüft werden, ob eine Nachversicherungsgarantie enthalten ist: Diese erlaubt es, die Versicherungssumme bei bestimmten Lebensereignissen (Heirat, Geburt, Hauskauf) ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen. Dies ist besonders für junge Arbeitsmediziner in der Aufbauphase wichtig.

Typische Fehler bei Arbeitsmedizinern

Ein verbreiteter Fehler ist die Unterversicherung: Viele Arbeitsmediziner versichern nur die Kreditschuld, nicht aber die Hinterbliebenenversorgung. Ein weiterer Fehler ist der Abschluss einer Kapitallebensversicherung statt einer Risikolebensversicherung, was bei gleichen Beiträgen eine deutlich niedrigere Todesfallleistung ergibt. Schließlich werden Laufzeit und Versicherungssumme nicht an die Familiensituation und Schuldentilgung angepasst, was zu Lücken im Schutz führen kann.

Fazit

Eine bedarfsgerechte Risikolebensversicherung ist für selbstständige Arbeitsmediziner mit Familie und laufenden Krediten eine unverzichtbare Grundabsicherung. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

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