Augenärzte als Praxisinhaber sind erhebliche finanzielle Verpflichtungen eingegangen: Praxisfinanzierungen, operative Gerätetechnik und laufende Betriebskosten machen eine solide Risikolebensversicherung unverzichtbar. Im Todesfall schützt sie die Familie und die Praxis vor einem finanziellen Zusammenbruch.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Risikolebensversicherung sichert Praxisdarlehen, Familienunterhalt und Betriebskontinuität ab
  • Die optimale Versicherungssumme liegt mindestens beim 3- bis 5-Fachen des Jahresnettoeinkommens
  • Augenärzte mit operativem Schwerpunkt (LASIK, Kataraktchirurgie) können aufgrund des Berufsrisikos in höhere Risikoklassen eingestuft werden

Risikolebensversicherung speziell für Augenärzte

Niedergelassene Augenärzte finanzieren ihre Praxisausstattung oft mit erheblichen Darlehen: Eine Excimer-Laser-Einheit für LASIK-Chirurgie kostet 200.000 bis 400.000 Euro, ein OCT-Gerät 30.000 bis 80.000 Euro. Hinzu kommen die Kosten für Praxismöbel, EDV und ggf. den Erwerb des Kassenarztsitzes. Bei einem Gesamtfinanzierungsbedarf von 300.000 bis 600.000 Euro ist eine entsprechende Risikolebensversicherung essenziell.

Die Versicherungssumme sollte mindestens die gesamte Restschuld aller Praxisdarlehen abdecken, zuzüglich der privaten Verbindlichkeiten (Immobilienfinanzierung) und einer Lebenshaltungs-Reserve für die Familie. Für junge Augenärzte (30 bis 40 Jahre) liegt die Jahresprämie für eine Versicherungssumme von 500.000 Euro je nach Gesundheitszustand zwischen 400 und 900 Euro, was im Verhältnis zur Absicherungsleistung sehr günstig ist.

Worauf Augenärzte besonders achten sollten

Bei der Antragstellung sollten Augenärzte alle bekannten Vorerkrankungen wahrheitsgemäß angeben, da Versicherungen bei Falschangaben im Leistungsfall die Zahlung verweigern dürfen. Für Augenärzte mit Partnerpraxis empfiehlt Ärzteversichert die Prüfung einer gegenseitigen Absicherung (Überkreuzversicherung), bei der jeder Partner das Leben des anderen versichert, um im Todesfall einen reibungslosen Praxisübergang zu ermöglichen.

Typische Fehler bei Augenärzten

Ein häufiger Fehler ist die Wahl einer zu kurzen Laufzeit: Die Risikolebensversicherung sollte mindestens bis zur vollständigen Tilgung aller Praxisdarlehen laufen, was häufig 15 bis 20 Jahre sind. Außerdem wird die Versicherungssumme nach einer Praxiserweiterung nicht angepasst, obwohl neue Darlehen hinzugekommen sind.

Fazit

Eine ausreichend dimensionierte Risikolebensversicherung ist für Augenärzte eine der wichtigsten und günstigsten Absicherungsmaßnahmen für ihre Praxis und ihre Familie. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

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