Chirurgen tragen eine hohe persönliche Verantwortung und sind in ihrer Arbeit besonderen körperlichen und psychischen Belastungen ausgesetzt. Wer eine Familie oder einen Praxiskredit abzusichern hat, sollte die Risikolebensversicherung als zentralen Baustein der Absicherung betrachten.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Risikolebensversicherung zahlt im Todesfall eine vereinbarte Summe und sichert Angehörige oder Kreditgeber ab.
- Chirurgen mit operativer Tätigkeit erhalten bei den meisten Versicherern keine Risikoaufschläge, da die chirurgische Tätigkeit selbst nicht als erhöhtes Lebensrisiko gilt.
- Die Versicherungssumme sollte das 3- bis 5-fache des Jahresbruttoeinkommens betragen.
Risikolebensversicherung speziell für Chirurgen
Die Risikolebensversicherung ist eine der kostengünstigsten Formen der Absicherung: Ein gesunder 35-jähriger Chirurg zahlt für eine Deckungssumme von 500.000 Euro und eine Laufzeit von 20 Jahren typischerweise zwischen 40 und 80 Euro monatlich. Dieser Schutz greift bei Tod durch Unfall oder Krankheit und stellt sicher, dass Hinterbliebene nicht auf den Schulden einer Praxis sitzenbleiben oder ihren Lebensstandard drastisch senken müssen.
Chirurgen, die eine eigene Praxis oder ambulante Operationseinheit finanzieren, sollten die Versicherungssumme an die ausstehenden Verbindlichkeiten koppeln. Eine Restschuldversicherung in Höhe des Kreditbetrags, kombiniert mit einer zusätzlichen Absicherung für die Familie, ist die klassische Kombination. Dabei ist eine Staffellung sinnvoll: Die Summe sinkt mit abnehmendem Kreditbetrag, was die Prämie langfristig senkt.
Worauf Chirurgen besonders achten sollten
Chirurgen sollten beim Abschluss einer Risikolebensversicherung ehrliche Angaben zu Vorerkrankungen machen, da verschwiegene Vorerkrankungen zur Leistungsverweigerung führen können. Zudem empfiehlt es sich, den Bezugsberechtigten sorgfältig zu benennen und bei Veränderungen in der Familiensituation zu aktualisieren. Ärzteversichert berät Chirurgen dabei, die optimale Versicherungssumme zu ermitteln und die Risikolebensversicherung sinnvoll mit einer Berufsunfähigkeitsabsicherung zu kombinieren.
Typische Fehler bei Chirurgen
Ein häufiger Fehler ist der Abschluss einer Risikolebensversicherung mit zu kurzer Laufzeit, sodass der Schutz endet, bevor Kredite abbezahlt oder Kinder erwachsen sind. Auch das Vernachlässigen einer Anpassung bei Einkommenssteigerungen, etwa beim Aufstieg zum Oberarzt oder bei der Niederlassung, führt zu einer dauerhaften Unterversicherung.
Fazit
Die Risikolebensversicherung ist für Chirurgen eine preiswerte und unverzichtbare Absicherung für Familie und Kreditgeber und sollte Teil jedes Versicherungskonzepts sein. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
- GDV – Risikolebensversicherung im Überblick
- Bundesärztekammer – Finanzielle Absicherung
- BaFin – Versicherungsaufsicht
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
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