Eine Risikolebensversicherung ist für Orthopäden in der Niederlassung eine grundlegende Absicherung: Hohe Praxisschulden, Unterhaltsverantwortung für die Familie und die wirtschaftliche Abhängigkeit von der eigenen Arbeitskraft machen einen Todesfallschutz unverzichtbar. Wer früh abschließt, profitiert von günstigen Prämien und langem Schutz.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Versicherungssumme einer Risikolebensversicherung für Orthopäden sollte mindestens den ausstehenden Praxiskredit plus das 3- bis 5-fache Jahreseinkommen betragen.
  • Risikolebensversicherungen für Ärzte sind aufgrund des Gesundheitsberufsvorteils oft günstiger als für die allgemeine Bevölkerung.
  • Über-kreuz-Versicherungen in einer Gemeinschaftspraxis sichern Kompagnons gegenseitig ab.

Risikolebensversicherung speziell für Orthopäden

Orthopäden, die eine Praxis gegründet oder übernommen haben, tragen oft erhebliche Finanzierungslasten: Bankdarlehen von 200.000 bis 500.000 Euro für Praxisausstattung und -übernahme sind typisch. Stirbt der Praxisinhaber, werden diese Schulden fällig, und die Familie steht möglicherweise vor dem Verlust der gesamten Praxisinvestition. Eine Risikolebensversicherung in Höhe des ausstehenden Kreditbetrags schützt vor diesem Szenario.

Für Orthopäden in einer Gemeinschaftspraxis empfiehlt sich zusätzlich eine Über-kreuz-Versicherung: Jeder Kompagnon schließt eine Risikolebensversicherung auf das Leben des anderen ab, sodass beim Tod eines Partners die Versicherungsleistung an den verbleibenden Partner ausgezahlt wird und ihm ermöglicht, den Anteil des Verstorbenen abzukaufen. Diese Konstruktion schützt sowohl die Praxis als auch die Hinterbliebenen.

Die monatlichen Beiträge für eine Risikolebensversicherung über 500.000 Euro und eine Laufzeit von 20 Jahren liegen für einen 35-jährigen, nichtrauchenden Orthopäden bei ca. 30 bis 60 Euro, je nach Tarif und Anbieter. Ärzte genießen in vielen Tarifen einen Gesundheitsberufsvorteil durch günstigere Einschätzung des Sterberisikos.

Worauf Orthopäden besonders achten sollten

Orthopäden sollten die Versicherungssumme regelmäßig an den aktuellen Finanzierungsstand anpassen. Wenn ein Darlehen von 400.000 Euro nach 10 Jahren auf 200.000 Euro getilgt ist, kann die Versicherungssumme reduziert und damit der Beitrag gesenkt werden. Ärzteversichert empfiehlt außerdem, bei der Gesundheitsprüfung alle Vorerkrankungen vollständig anzugeben, da verschwiegene Erkrankungen im Leistungsfall zur Leistungsablehnung führen können.

Typische Fehler bei Orthopäden

Einer der häufigsten Fehler ist die Unterbewertung des Bedarfs: Viele Orthopäden versichern nur den Kreditbetrag, nicht aber den Einkommensersatz für die Familie. Wer drei Kinder hat und als Alleinverdiener fungiert, sollte die Summe deutlich höher ansetzen als nur den nackten Schuldbetrag.

Fazit

Eine ausreichend dimensionierte Risikolebensversicherung sichert orthopädische Praxen und Familien zuverlässig ab und ist bei frühzeitigem Abschluss zu sehr günstigen Konditionen erhältlich. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

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