Sportmediziner sind häufig in einem breiten Tätigkeitsmix aktiv: niedergelassen, als Mannschaftsarzt, als Betriebsarzt oder in sportmedizinischen Zentren. Dieses vielfältige Tätigkeitsprofil macht eine klare Bedarfsanalyse für die Risikolebensversicherung besonders wichtig.
Das Wichtigste in Kürze
- Einkommensquellen klären: Sportmediziner mit mehreren Einkommensquellen sollten die Todesfallabsicherung nach dem Gesamteinkommen und nicht nach einer einzelnen Quelle bemessen.
- Eigenes sportliches Risiko berücksichtigen: Viele Sportmediziner betreiben selbst leistungsorientierten Sport; bestimmte Hochrisikosportarten können Versicherungspolicen verteuern.
- Familienabsicherung an Einkommensniveau anpassen: Eine Risikoversicherung von 300.000 bis 500.000 EUR ist für Sportmediziner mit Familie und Immobilieneigentum Standard.
Risikolebensversicherung speziell für Sportmediziner
Sportmediziner mit eigener Praxis erzielen Praxisgewinne von 80.000 bis 150.000 EUR jährlich; wer zusätzlich als Mannschaftsarzt für einen Bundesliga-Club tätig ist, kann weitere 30.000 bis 80.000 EUR hinzuverdienen. Im Todesfall entfällt dieses Gesamteinkommen; eine Risikolebensversicherung über das 3- bis 5-fache des Jahresnettoeinkommens schützt die Familie für einen ausreichenden Übergangszeitraum.
Für einen 38-jährigen nicht rauchenden Sportmediziner ohne Vorerkrankungen kostet eine Risikoversicherung über 350.000 EUR mit 20 Jahren Laufzeit rund 25 bis 45 EUR monatlich. Dieser Betrag ist minimal im Verhältnis zur Schutzwirkung.
Worauf Sportmediziner besonders achten sollten
Sportmediziner sollten bei der Gesundheitsprüfung sorgfältig prüfen, ob eigene sportliche Aktivitäten zu Risikoaufschlägen führen. Extremsport wie Bergsteigen ab bestimmten Höhen, Kampfsport oder Motorsport werden von einigen Versicherern mit Aufschlägen oder Ausschlüssen belegt. Wer diese Fragen offen beantwortet, vermeidet Probleme im Leistungsfall.
Ärzteversichert empfiehlt Sportmedizinern, die Risikolebensversicherung mit einer Unfallversicherung zu kombinieren, da sportmedizinisches Personal selbst ein erhöhtes Unfallrisiko durch eigene körperliche Aktivität hat.
Typische Fehler bei Sportmedizinern
Ein häufiger Fehler ist das Unterschätzen des Einkommensausfalls bei Mannschaftsarztmandaten. Wer als Mannschaftsarzt stirbt, verliert für seine Familie nicht nur das Praxiseinkommen, sondern auch das Mandat-Honorar, das von anderen Ärzten nicht übernommen werden kann.
Ein weiterer Fehler ist die fehlende Anpassung der Versicherungssumme nach größeren Lebensereignissen: Heirat, Geburt eines Kindes, Hauskauf oder Praxisgründung sind Anlässe, die Versicherungssumme neu zu berechnen und anzupassen.
Fazit
Für Sportmediziner mit aktivem Lebensstil und vielfältigen Einkommensquellen ist eine gut dimensionierte Risikolebensversicherung mit klarer Berücksichtigung aller Einkommensanteile der richtige Ansatz. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
- GDV – Risikolebensversicherung
- BaFin – Versicherungsaufsicht Deutschland
- Bundesärztekammer – Sportmedizin
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
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