Eine Risikolebensversicherung ist für niedergelassene Urologen ein wichtiger Baustein zur Absicherung von Familie, Praxis und Krediten. Als Praxisinhaber tragen Urologen nicht nur Verantwortung für ihre Familie, sondern auch für Mitarbeiter und laufende Finanzierungsverbindlichkeiten. Im Todesfall kann eine fehlende Risikolebensversicherung die Existenz der Praxis gefährden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Urologen mit Praxisfinanzierung sollten die Darlehenssumme vollständig durch eine Risikolebensversicherung absichern
  • Die Versicherungssumme sollte mindestens das 3- bis 5-Fache des Jahresnettoeinkommens betragen
  • Günstige Tarife sind für Urologen im Alter von 35 bis 45 Jahren mit monatlichen Beiträgen ab ca. 30 bis 60 Euro erhältlich

Risikolebensversicherung speziell für Urologen

Urologen als niedergelassene Ärzte sind in der Regel erhebliche finanzielle Verpflichtungen eingegangen: Praxisfinanzierungen von 100.000 bis 400.000 Euro, Praxisausstattung (Urodynamik-Messplatz, Zystoskopie, Lithotripsie) sowie laufende Betriebskosten. Eine Risikolebensversicherung in Höhe der Restschuld des Praxisdarlehens schützt die Familie vor dem Erbfall mit negativem Nachlass.

Die Versicherungssumme sollte zudem die finanzielle Absicherung der Familie berücksichtigen: Bei einem Jahresnettoeinkommen von 150.000 Euro und zwei unterhaltsberechtigten Kindern empfehlen Finanzplaner eine Risikolebensversicherung von mindestens 500.000 Euro. Junge Urologen in der Weiterbildung sollten bereits während der Assistenzarzt-Phase eine Risikolebensversicherung abschließen, da die Prämien im jungen Alter günstiger sind und Vorerkrankungen noch nicht zur Ablehnung führen.

Worauf Urologen besonders achten sollten

Urologen mit einer BAG oder Gemeinschaftspraxis sollten eine gegenseitige Risikolebensversicherung in Betracht ziehen (sog. "Überkreuzversicherung"), bei der jeder Partner das Leben des anderen versichert und im Todesfall den Anteil des verstorbenen Partners übernehmen kann. Ärzteversichert empfiehlt, die Höhe der Versicherungssumme alle fünf Jahre zu überprüfen und an veränderte Lebenssituationen (Praxiserweiterung, weitere Kinder, Anschlussfinanzierungen) anzupassen.

Typische Fehler bei Urologen

Ein häufiger Fehler ist die Unterdimensionierung der Versicherungssumme: Viele Urologen versichern nur das Praxisdarlehen, vergessen aber die privaten Verbindlichkeiten (Immobilienkredit, Konsumkredite). Außerdem wird die Laufzeit zu kurz gewählt und endet, bevor alle Darlehen vollständig getilgt sind.

Fazit

Eine ausreichend dimensionierte Risikolebensversicherung ist für urologische Praxisinhaber eine der wichtigsten und günstigsten Absicherungen, die sie für ihre Familie und ihren Betrieb treffen können. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

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