Urologen in der Niederlassung erzielen überdurchschnittlich hohe Praxisüberschüsse, die in Spitzenjahren deutlich in den Grenzsteuersatz von 45% fallen. Die Rürup-Rente bietet hier eine wirkungsvolle Möglichkeit zur gleichzeitigen Steuerlastsenkung und zum Altersvorsorgeaufbau, die Urologen konsequenter nutzen sollten als viele es tun.

Das Wichtigste in Kürze

  • Urologische Praxisinhaber erzielen Jahresüberschüsse von 180.000 bis 320.000 EUR; der Grenzsteuersatz liegt hier regelmäßig bei 42 bis 45%
  • Rürup-Beiträge bis 27.566 EUR jährlich sind als Sonderausgaben absetzbar; bei 45% Grenzsteuersatz ergibt das eine Steuerersparnis von bis zu 12.405 EUR
  • Der Rürup-Vertrag eignet sich besonders als Basisabsicherung, da er vor Pfändung geschützt ist und damit auch bei Praxisinsolvenz nicht angetastet werden kann

Rürup-Rente speziell für Urologen

Urologen, die Praxisüberschüsse von 200.000 bis 300.000 EUR erzielen, zahlen auf die oberen Einkommensschichten den Höchststeuersatz von 45% plus Solidaritätszuschlag. Ein maximaler Rürup-Beitrag von 27.566 EUR senkt das zu versteuernde Einkommen um diesen Betrag und spart in der Spitze 12.405 EUR Einkommensteuer. Das entspricht einer effektiven Rendite des eingezahlten Beitrags von über 45% allein durch den Steuereffekt noch vor jeder Kapitalrendite.

Die Rürup-Rente ist für Urologen mit eigenem OP-Bereich besonders interessant, weil dieser Geschäftsbereich erheblichen betriebswirtschaftlichen Risiken ausgesetzt ist. Rürup-Ansprüche sind im Gegensatz zu privaten Depots pfändungsgeschützt; sie können bei einer Praxisinsolvenz oder persönlichen Insolvenz nicht von Gläubigern eingezogen werden. Das macht die Rürup-Rente zur sichersten Form der Altersvorsorge für Selbstständige.

Worauf Urologen besonders achten sollten

Urologen sollten die Rürup-Rente mit einer BU-Zusatzversicherung kombinieren, die die urologische Fachtätigkeit explizit beschreibt. Ärzteversichert empfiehlt außerdem eine fondsgebundene Rürup-Variante mit breitem ETF-Portfolio für Urologen, die noch 15 bis 25 Jahre bis zur Rente haben, da das Renditepotenzial fondgebundener Tarife die Rentenansprüche erheblich erhöhen kann. Die Beitragsflexibilität, also die Möglichkeit, Beiträge je nach Praxisertrag anzupassen, ist ein wichtiges Auswahlkriterium.

Typische Fehler bei Urologen

Ein häufiger Fehler ist die zu starre Beitragshöhe: Urologen mit Praxisinvestitionen oder Kreditraten sollten in solchen Jahren die Rürup-Beiträge reduzieren können, ohne den Vertrag zu kündigen. Ein weiterer Fehler ist die fehlende Abstimmung mit dem Steuerberater: Wenn Versorgungswerk-Beiträge und Rürup-Beiträge zusammen den Höchstbetrag nach § 10 EStG übersteigen, verpuffen die steuerlichen Vorteile der Rürup-Beiträge. Schließlich unterschätzen manche Urologen die spätere Besteuerung der Rürup-Rente: Sie ist in der Auszahlungsphase mit dem persönlichen Einkommensteuersatz zu versteuern, was bei höherem Rentenalterseinkommen erheblich sein kann.

Fazit

Die Rürup-Rente ist für urologische Praxisinhaber wegen ihrer Kombination aus Steuervorteil, Pfändungsschutz und Altersvorsorge ein unverzichtbares Instrument der Finanzplanung. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

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