Palliativmediziner sind im Berufsalltag besonderen physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt. Hausbesuche bei bettlägerigen Patienten, das Heben und Unterstützen von Patienten sowie häufige Autofahrten erhöhen das Unfallrisiko. Eine private Unfallversicherung schließt die Lücken, die die gesetzliche Unfallversicherung offenlässt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die gesetzliche Unfallversicherung der Berufsgenossenschaft deckt nur Unfälle am Arbeitsplatz und auf dem direkten Weg dorthin.
  • Freizeit-Unfälle und Unfälle bei privaten Hausbesuchen im Rahmen eigenverantwortlicher Tätigkeit sind in der Regel nicht gesetzlich versichert.
  • Eine private Unfallversicherung mit Invaliditätsleistung ab 1 % und einer Progression von 500 % bietet den besten Schutz.

Unfallversicherung speziell für Palliativmediziner

Palliativmediziner verbringen einen erheblichen Teil ihrer Arbeitszeit im häuslichen Umfeld von Patienten. Diese Hausbesuche finden häufig in schlecht gesicherten Treppenhäusern, beengten Wohnräumen oder bei schwierigen Lichtverhältnissen statt, was das Unfallrisiko erhöht. Darüber hinaus sind Fahrtunfälle bei der Anfahrt zu Palliativpatienten ein reales Risiko, das durch die Häufigkeit der Besuche steigt.

Für angestellte Palliativmediziner übernimmt die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) die gesetzliche Unfallversicherung. Der Leistungsumfang ist jedoch begrenzt: Bei einer dauerhaften Invalidität von 20 % zahlt die BGW eine Jahresrente, aber keine Kapitalleistung. Eine private Unfallversicherung ergänzt diese Lücke durch sofortige Kapitalleistungen bei Invalidität sowie Tagegeld bei unfallbedingter Arbeitsunfähigkeit. Für niedergelassene Palliativmediziner, die nicht BGW-pflichtig sind, ist die private Unfallversicherung die einzige Absicherung.

Worauf Palliativmediziner besonders achten sollten

Palliativmediziner sollten bei der Auswahl einer Unfallversicherung auf einen umfassenden Geltungsbereich achten, der auch Unfälle bei Hausbesuchen und auf dem Weg zu Patienten abdeckt. Ärzteversichert empfiehlt eine Invaliditätssumme von mindestens 500.000 Euro mit einer 500-%-Progression, die bei schwerer Invalidität überproportional leistet. Außerdem sollte eine Klausel für Bergungs- und Rettungskosten enthalten sein, die bei Unfällen im Ausland relevant ist.

Typische Fehler bei Palliativmedizinern

Ein häufiger Fehler ist der Abschluss einer Unfallversicherung mit Ausschlussklauseln für bestimmte Tätigkeiten (z. B. "Hilfestellung bei Patienten"), die genau die typischen Arbeitsrisiken von Palliativmedizinern ausschließen. Außerdem wird die Invaliditätssumme oft zu niedrig angesetzt, sodass eine dauerhaft eingeschränkte Erwerbsfähigkeit nicht ausreichend kompensiert wird.

Fazit

Eine maßgeschneiderte private Unfallversicherung gibt Palliativmedizinern die finanzielle Sicherheit, die sie für ihre verantwortungsvolle Arbeit brauchen. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

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