Eine Immobilie als Altersvorsorge lohnt sich für Ärzte dann, wenn sie mindestens 20 % Eigenkapital mitbringen, den Standort für 10 Jahre oder länger planen können und die monatliche Belastung nicht mehr als 35 % des Nettoeinkommens beträgt. Im Ruhestand entfällt die Miete, was die Rentenlücke effektiv reduziert.
Hintergrund
Für niedergelassene Ärzte bietet eine Immobilie den zusätzlichen Vorteil, Praxis- und Wohnimmobilie zu kombinieren. Die Finanzierungskonditionen sind für Ärzte dank des stabilen Einkommens oft überdurchschnittlich gut – Standesbanken bieten häufig Sonderkonditionen. Vermietete Immobilien können zusätzlich steuerliche Vorteile durch Abschreibung (AfA) und Werbungskosten generieren. Die historische Wertsteigerung deutscher Immobilien lag bei 2–4 % jährlich.
Wann gilt das nicht?
Bei häufigen Standortwechseln (z. B. Weiterbildungsabschnitte), hoher bestehender Verschuldung oder in überhitzten Immobilienmärkten überwiegen die Risiken. Auch als alleinige Altersvorsorge eignet sich eine Immobilie nicht, da sie illiquide ist und Instandhaltungskosten erfordert. Eine Diversifikation mit Wertpapieren bleibt empfehlenswert.
Ärzteversichert berät Mediziner zur optimalen Gewichtung von Immobilie und Finanzprodukten in der Gesamtvorsorge.
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