Eine sorgfältige ärztliche Dokumentation schützt vor Haftungsrisiken, sichert die Behandlungskontinuität und ist im Streitfall der wichtigste Beweis für sorgfältiges ärztliches Handeln. Der tägliche Zeitaufwand von 30–60 Minuten ist der am häufigsten genannte Nachteil.
Hintergrund
Vorteile: Beweissicherung im Haftungsfall – ohne Dokumentation greift die Beweislastumkehr zulasten des Arztes. Qualitätssicherung durch Nachvollziehbarkeit der Behandlungsentscheidungen. Erleichterte Weiterbehandlung durch Kollegen und Vertretungsärzte. Pflichterfüllung nach §630f BGB und berufsrechtlichen Vorgaben.
Nachteile: Erheblicher Zeitaufwand, der die Patientenversorgung einschränkt. Kosten für digitale Dokumentationssysteme. Gefahr der Überdokumentation mit irrelevanten Details. Psychische Belastung durch den permanenten Anspruch an Vollständigkeit.
Wann gilt das nicht?
In Notfallsituationen hat die medizinische Versorgung Vorrang. Die Dokumentation kann nachgeholt werden, muss aber als solche gekennzeichnet sein.
Ärzteversichert unterstützt Ärzte mit einer Berufshaftpflichtversicherung, die auch bei Dokumentationsmängeln greift und Rechtsschutz im Haftungsfall bietet.
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