Erfahrene Ärzte schulen ihr gesamtes Praxisteam mindestens einmal jährlich zur Schweigepflicht und nutzen ausschließlich verschlüsselte Kommunikationskanäle für patientenbezogene Informationen. WhatsApp und unverschlüsselte E-Mails sind die häufigsten Risikoquellen.

Hintergrund

Praxistipps: Patientennamen am Telefon nicht laut nennen, wenn andere Patienten mithören können. Bildschirme am Empfang so ausrichten, dass Unbefugte keine Patientendaten sehen. Faxgeräte durch sichere digitale Alternativen ersetzen. Schweigepflichtentbindungen bei Anfragen von Angehörigen, Arbeitgebern oder Versicherungen immer schriftlich einholen. Alle MFA bei Einstellung eine Schweigepflichtserklärung unterzeichnen lassen. Besondere Vorsicht bei Social Media: Auch anonymisierte Fallberichte können zur Identifikation führen.

Wann gilt das nicht?

Im Rahmen der Behandlung dürfen mitbehandelnde Ärzte und delegierte MFA auf relevante Patientendaten zugreifen – dies ist durch die konkludente Einwilligung des Patienten gedeckt.

Ärzteversichert berät zur Cyber-Versicherung, die auch bei Datenschutzverstößen durch Mitarbeiter Versicherungsschutz bietet.

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