Ab 2026 gelten verschärfte Transparenzpflichten für MVZ-Träger: Die Eigentümerstruktur muss offengelegt werden, und angestellte Ärzte erhalten stärkere Mitspracherechte bei medizinischen Entscheidungen. Fachfremde Investoren-MVZ stehen damit unter erhöhter regulatorischer Kontrolle.

Hintergrund

Die Anstellung im MVZ hat in den letzten Jahren stark zugenommen – rund 25 % aller Vertragsärzte arbeiten mittlerweile in MVZ. Die neuen Regelungen zielen auf Investoren-MVZ (Private-Equity-Beteiligungen), deren Renditeziele mit der ärztlichen Behandlungsfreiheit kollidieren können. Angestellte Ärzte im MVZ profitieren von geregelten Arbeitszeiten und fehlender Investitionspflicht, müssen aber wirtschaftliche Vorgaben des Trägers beachten. Die Gehälter für angestellte Fachärzte im MVZ liegen bei 80.000–150.000 € jährlich.

Wann gilt das nicht?

Ärzte-geführte MVZ (z. B. von Vertragsärzten gegründet) sind von den verschärften Investoren-Regelungen weniger betroffen. Die allgemeinen Transparenzpflichten gelten jedoch für alle MVZ-Formen.

Ärzteversichert berät angestellte MVZ-Ärzte zur optimalen Absicherung und Vertragsgestaltung im Anstellungsverhältnis.

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