Anästhesisten mit vernetzter Medizintechnik und digitaler Narkosedokumentation sollten eine Cyber-Versicherung abschließen, da ein Angriff auf die IT-Infrastruktur nicht nur Patientendaten gefährdet, sondern auch den Betrieb vernetzer Narkose- und Monitoringsysteme stören kann. Das Risiko ist bei Anästhesisten aufgrund der Systemkritikalität besonders hoch.
Hintergrund
Moderne Anästhesiearbeitsplätze sind zunehmend digital vernetzt: Narkoseprotokolle werden elektronisch geführt, Vitalparameter digital übertragen und Medikamentenpumpen über Netzwerke gesteuert. Ein Cyberangriff kann den gesamten OP-Betrieb lahmlegen. Die Cyber-Versicherung deckt IT-Forensik, Datenwiederherstellung, Betriebsausfallkosten und DSGVO-bezogene Rechtskosten. Für Anästhesiepraxen und ambulante OP-Zentren liegen die Prämien bei 400–1.200 € jährlich.
Wann gilt das nicht?
Angestellte Anästhesisten in Kliniken sind über die Cyber-Versicherung des Arbeitgebers abgedeckt. Freiberufliche Anästhesisten, die ausschließlich mit der IT-Infrastruktur der Klinik arbeiten, tragen kein eigenes Cyber-Risiko.
Ärzteversichert vergleicht Cyber-Versicherungen speziell für Anästhesiepraxen und ambulante OP-Zentren und berücksichtigt die besonderen Risiken vernetzter Medizintechnik.
Persönliche Beratung zu diesem Thema?
Kostenfreie Erstberatung anfragen →