Anästhesisten sollten eine spezielle Rechtsschutzversicherung mit Strafrechtsschutz abschließen, da sie aufgrund der lebenskritischen Natur ihrer Tätigkeit ein überdurchschnittlich hohes Risiko für Behandlungsfehlervorwürfe und strafrechtliche Ermittlungen tragen. Bei Narkosezwischenfällen wird regelmäßig die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

Hintergrund

Anästhesiologische Komplikationen können schwere Folgen haben – von Hirnschäden durch Sauerstoffmangel bis zum Tod des Patienten. In solchen Fällen werden regelmäßig strafrechtliche Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung oder Tötung eingeleitet. Eine spezielle Ärzte-Rechtsschutzversicherung mit Strafrechtsschutz übernimmt Strafverteidigerkosten, Gutachterkosten und Gerichtsgebühren. Die Prämie liegt bei 400–800 € jährlich. Zusätzlich sollte der Rechtsschutz Verfahren vor der Ärztekammer und der KV abdecken.

Wann gilt das nicht?

Angestellte Anästhesisten in Kliniken werden im Strafverfahren oft durch den Arbeitgeber unterstützt – eine eigene Rechtsschutzversicherung ist dennoch empfehlenswert, da die Interessen nicht immer identisch sind.

Ärzteversichert empfiehlt Anästhesisten Rechtsschutzversicherungen mit expliziter Abdeckung strafrechtlicher Verfahren und berücksichtigt das fachrichtungsspezifische Haftungsrisiko.

Persönliche Beratung zu diesem Thema?

Kostenfreie Erstberatung anfragen →