Arbeitsmediziner sollten eine spezielle Rechtsschutzversicherung mit Berufsrechtsschutz abschließen, da ihre gutachterliche Tätigkeit bei Eignungsuntersuchungen und Wiedereingliederungen regelmäßig zu Streitigkeiten mit Arbeitnehmern und Arbeitgebern führt. Die rechtlichen Anforderungen an arbeitsmedizinische Gutachten sind hoch und Fehler folgenschwer.
Hintergrund
Arbeitsmediziner erstellen Eignungsbeurteilungen, die über die berufliche Zukunft von Arbeitnehmern entscheiden. Wird ein Arbeitnehmer für nicht geeignet befunden, kann er klagen. Umgekehrt haften Arbeitsmediziner bei fehlerhafter Eignungsbescheinigung gegenüber dem Arbeitgeber. Zudem entstehen Konflikte bei der Umsetzung von BEM-Maßnahmen und der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit. Eine spezielle Ärzte-Rechtsschutzversicherung deckt Anwalts- und Gerichtskosten in diesen Fällen. Die Prämie liegt bei 300–600 € jährlich.
Wann gilt das nicht?
Angestellte Betriebsärzte in Unternehmen werden bei Streitigkeiten oft durch die Rechtsabteilung des Arbeitgebers unterstützt. Eine eigene Rechtsschutzversicherung ist dennoch empfehlenswert, da die Interessen divergieren können.
Ärzteversichert empfiehlt Arbeitsmedizinern Rechtsschutzversicherungen mit expliziter Deckung für gutachterliche Streitigkeiten und arbeitsmedizinische Konflikte.
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