Chirurgen gehören zu den Fachrichtungen mit dem höchsten Haftungsrisiko und sollten eine spezielle Rechtsschutzversicherung mit Strafrechtsschutz abschließen – bei chirurgischen Komplikationen werden regelmäßig strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet, und Kunstfehlerklagen können sich über Jahre hinziehen. Die Kosten für Strafverteidigung und Gutachter erreichen schnell fünfstellige Beträge.

Hintergrund

Chirurgen sind überdurchschnittlich häufig mit Behandlungsfehlervorwürfen konfrontiert. Komplikationen bei operativen Eingriffen können zu schwerwiegenden Gesundheitsschäden und damit zu hohen Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüchen führen. Während die Berufshaftpflicht die Schadensersatzansprüche reguliert, übernimmt die Rechtsschutzversicherung die Kosten der aktiven Rechtsverteidigung – Strafverteidiger, medizinische Gutachter und Gerichtsverfahren. Die Prämie für eine spezielle Ärzte-Rechtsschutzversicherung liegt bei 500–1.000 € jährlich.

Wann gilt das nicht?

Angestellte Chirurgen in Kliniken werden im Haftungsfall primär durch den Arbeitgeber verteidigt. Eine eigene Rechtsschutzversicherung ist dennoch empfehlenswert, da im Strafverfahren die Interessen von Arzt und Klinik divergieren können.

Ärzteversichert empfiehlt Chirurgen Rechtsschutzversicherungen mit höchstmöglicher Strafrechtsdeckung und berücksichtigt das fachrichtungsspezifische Haftungsrisiko.

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