Notfallmediziner sollten eine spezielle ärztliche Rechtsschutzversicherung abschließen, da sie aufgrund von Zeitdruck und akuter Behandlungssituationen einem erhöhten Risiko für Behandlungsfehlervorwürfe ausgesetzt sind. Standard-Rechtsschutzpolicen decken die strafrechtliche Verteidigung bei ärztlichen Kunstfehlervorwürfen oft nicht ab.

Hintergrund

In der Notfallmedizin müssen unter extremem Zeitdruck Entscheidungen getroffen werden – Triage, Medikamentengabe, Intubation. Nachträglich können Patienten oder Angehörige Behandlungsfehler geltend machen. Ein spezialisierter ärztlicher Rechtsschutz umfasst die Kosten für Fachanwälte und medizinische Sachverständige in Straf-, Zivil- und berufsrechtlichen Verfahren. Auch Auseinandersetzungen mit dem Rettungsdienstträger oder der KV sind abgedeckt.

Wann gilt das nicht?

Angestellte Notfallmediziner in Kliniken werden bei berufsbedingten Rechtsstreitigkeiten in der Regel durch den Arbeitgeber unterstützt. Ein privater Rechtsschutz mit strafrechtlichem Baustein ist dennoch empfehlenswert, da Ärzte persönlich strafrechtlich verfolgt werden können.

Ärzteversichert vergleicht spezialisierte Rechtsschutztarife für Notfallmediziner und achtet auf den Einschluss strafrechtlicher Verteidigung und Sozialrechtsschutz.

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