Onkologen benötigen eine Cyber-Versicherung, da ihre Praxen besonders sensible Daten verwalten – Krebsdiagnosen, Therapiepläne, genetische Tumorprofile – deren Offenlegung für Patienten existenziell schädlich sein kann. Ein Datenverlust kann neben DSGVO-Bußgeldern auch schwere Reputationsschäden und Schadensersatzforderungen auslösen.
Hintergrund
Onkologische Praxen kommunizieren digital mit Tumorboards, Kliniken und Laboren und speichern umfangreiche Therapieverläufe elektronisch. Bei einem Ransomware-Angriff können laufende Therapieprotokolle verloren gehen, was die Patientenversorgung unmittelbar gefährdet. Die Cyber-Versicherung übernimmt Kosten für IT-Forensik, Datenwiederherstellung, Rechtsberatung und Krisenmanagement. Deckungssummen von 250.000 bis 500.000 € sind für onkologische Praxen angemessen.
Wann gilt das nicht?
Angestellte Onkologen in Kliniken sind über den Arbeitgeber abgesichert. Für Praxen mit ausgelagerter IT-Betreuung (Managed Services) kann das Risiko gemindert sein, eine eigene Police bleibt aber empfehlenswert.
Ärzteversichert analysiert für onkologische Praxen das IT-Risikoprofil und empfiehlt Cyber-Policen mit angemessener Deckung und Soforthilfe-Leistungen.
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