Psychiater benötigen eine Cyber-Versicherung, da psychiatrische Patientendaten zu den sensibelsten Gesundheitsinformationen überhaupt gehören und ein Datenleck für Betroffene schwerwiegende persönliche und berufliche Konsequenzen haben kann. Die Offenlegung psychiatrischer Diagnosen ist für Patienten besonders stigmatisierend.

Hintergrund

Psychiatrische Praxen dokumentieren Diagnosen wie Depressionen, Suchterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen und Suizidalität digital. Ein Cyberangriff mit Datendiebstahl kann Patienten erheblich schädigen und hohe DSGVO-Bußgelder sowie Schadensersatzforderungen nach sich ziehen. Die Cyber-Versicherung übernimmt Kosten für IT-Forensik, Datenwiederherstellung, Rechtsberatung und Krisenkommunikation. Deckungssummen von 250.000 bis 500.000 € sind empfehlenswert.

Wann gilt das nicht?

Angestellte Psychiater ohne eigene IT-Verantwortung sind über den Arbeitgeber abgesichert. Für Praxen mit ausschließlich analoger Dokumentation – was heute selten ist – besteht ein geringeres Cyberrisiko.

Ärzteversichert prüft für psychiatrische Praxen die Datensicherheitslage und empfiehlt passende Cyber-Policen mit besonderem Fokus auf Datenschutz.

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