Rechtsmediziner sollten eine spezielle ärztliche Rechtsschutzversicherung abschließen, da sie als Gerichtsgutachter regelmäßig Gutachtenanfechtungen, Befangenheitsanträgen und Anfechtungsklagen ausgesetzt sind. Ihre Tätigkeit an der Schnittstelle von Medizin und Justiz birgt einzigartige juristische Risiken.
Hintergrund
Rechtsmedizinische Gutachten – zu Todesursachen, Verletzungsmustern oder Schuldfähigkeit – werden vor Gericht häufig angefochten. Verteidiger können die Kompetenz oder Neutralität des Gutachters infrage stellen. Ein ärztlicher Rechtsschutz übernimmt die Kosten für die eigene anwaltliche Vertretung in solchen Verfahren. Auch Honorarstreitigkeiten mit Gerichten oder Versicherungen und berufsrechtliche Verfahren sind abgedeckt.
Wann gilt das nicht?
Rechtsmediziner an Universitäten werden bei berufsbezogenen Verfahren überwiegend durch den Arbeitgeber unterstützt. Ein persönlicher Rechtsschutz für Gutachtertätigkeit in Nebenfunktion kann dennoch sinnvoll sein.
Ärzteversichert vergleicht Rechtsschutztarife für Rechtsmediziner und achtet auf den Einschluss von Gutachteranfechtungsverfahren.
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