Bürgschaften ermöglichen Ärzten Praxisgründungen und -übernahmen auch ohne hohes Eigenkapital, da sie der Bank zusätzliche Sicherheiten bieten. Die Nachteile sind laufende Kosten durch Avalprovisionen und eine langfristige finanzielle Bindung.
Hintergrund
Vorteile: Bürgschaftsbanken übernehmen bis zu 80 % des Ausfallrisikos, wodurch Banken bessere Kreditkonditionen (niedrigere Zinsen, längere Laufzeiten) anbieten. Mietkautionsbürgschaften schonen die Liquidität. Die Bonität des Arztes wird gestärkt. Nachteile: Bürgschaften kosten jährlich 1–5 % der Bürgschaftssumme (Avalprovision). Persönliche Bürgschaften belasten das Privatvermögen. Bei Zahlungsausfall haftet der Bürge mit seinem gesamten Vermögen. Bürgschaften für Dritte (z. B. Praxispartner) sind besonders riskant, da man für fremde Schulden einsteht. Die Kündigung einer Bürgschaft ist oft schwierig.
Wann gilt das nicht?
Ärzte mit ausreichendem Eigenkapital oder dinglichen Sicherheiten (Immobilien) können oft bessere Kreditkonditionen ohne Bürgschaft verhandeln.
Ärzteversichert prüft, ob eine Bürgschaft für die Praxisfinanzierung sinnvoll ist, und vergleicht Konditionen spezialisierter Anbieter für Ärzte.
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