Erfahrene Chirurgen empfehlen standardisierte OP-Checklisten (WHO Safe Surgery Checklist), eine lückenlose Aufklärungsdokumentation mindestens 24 Stunden vor dem Eingriff und eine Berufshaftpflichtversicherung mit mindestens 5 Mio. € Deckungssumme pro Schadensfall.
Hintergrund
Praxistipps zur Haftungsminimierung: Die Patientenaufklärung immer schriftlich und möglichst nicht am OP-Tag durchführen – Aufklärung am Vorabend wird vor Gericht besser bewertet. Aufklärungsbogen mit individuellen Risiken ergänzen (nicht nur Standardtext). OP-Berichte zeitnah und detailliert erstellen – nachträgliche Ergänzungen werden von Gerichten kritisch bewertet. WHO-Checkliste konsequent nutzen (Team-Time-Out, Seitenmarkierung). Bei Komplikationen: Offen mit dem Patienten kommunizieren – das reduziert die Klagebereitschaft. Eigene Berufshaftpflicht auch als angestellter Chirurg abschließen – der Regressanspruch des Arbeitgebers bei grober Fahrlässigkeit ist unbegrenzt.
Wann gilt das nicht?
Bei Standardeingriffen mit geringem Komplikationsrisiko (z. B. einfache Wundversorgung) sind vereinfachte Dokumentationsprozesse ausreichend.
Ärzteversichert vergleicht Berufshaftpflichtversicherungen für Chirurgen und empfiehlt Tarife mit optimaler Deckung für operative Risiken.
Persönliche Beratung zu diesem Thema?
Kostenfreie Erstberatung anfragen →