Ab 2026 werden die Disease-Management-Programme (DMP) um weitere Indikationen erweitert und die Dokumentation wird vollständig auf digitale Übermittlung umgestellt, was den bürokratischen Aufwand für teilnehmende Ärzte langfristig reduzieren soll. Gleichzeitig steigen die Vergütungssätze für DMP-Leistungen moderat an.

Hintergrund

Zu den neuen DMP-Indikationen gehören chronische Herzinsuffizienz und chronischer Rückenschmerz, die ab Mitte 2026 in den regulären Betrieb übergehen. Die bisherige papierbasierte Dokumentation wird durch eine standardisierte elektronische Übermittlung über die Telematikinfrastruktur abgelöst. Für Ärzte bedeutet das: PVS-Updates sind erforderlich, um die neuen Dokumentationsbögen digital zu erstellen und zu übermitteln. Die DMP-Pauschalen werden um durchschnittlich 3–5 % angehoben. Zudem wird die Qualitätssicherung durch automatisierte Datenauswertungen verschärft – Praxen mit unzureichender Dokumentationsquote riskieren den Ausschluss aus dem Programm.

Wann gilt das nicht?

Rein privatärztlich tätige Ärzte sind von DMP-Änderungen nicht betroffen, da DMP ausschließlich im GKV-System verankert sind. Fachärzte ohne hausärztliche Zulassung können nur an indikationsspezifischen DMP teilnehmen.

Ärzteversichert informiert Ärzte über Änderungen im DMP-Bereich und deren Auswirkungen auf Praxisorganisation und Versicherungsschutz.

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