DMP-Programme lohnen sich für Hausärzte wirtschaftlich ab einer Teilnehmerzahl von etwa 50 Patienten pro Programm, da die Pauschalen dann den Dokumentationsaufwand übersteigen und zusätzlich die Patientenbindung stärken. Erfahrene Kollegen berichten, dass die strukturierte Betreuung auch die klinischen Outcomes messbar verbessert.

Hintergrund

Der wichtigste Praxistipp: Die DMP-Dokumentation in den regulären Praxisablauf integrieren, statt sie als Zusatzaufgabe zu behandeln. Viele Praxen haben erfolgreich spezielle DMP-Sprechstunden eingeführt, in denen MFA die Voruntersuchungen (Blutdruck, HbA1c, Fußinspektion bei Diabetes) standardisiert durchführen. Das spart Arztzeit und verbessert die Dokumentationsquote. Für die Abrechnung gilt: DMP-Pauschalen sind extrabudgetär und belasten nicht das Regelleistungsvolumen. Die Kombination mit Chroniker-Ziffern (EBM 03220/03221) maximiert das Honorar pro DMP-Patient.

Wann gilt das nicht?

In Einzelpraxen mit wenigen chronisch kranken Patienten kann der Verwaltungsaufwand den wirtschaftlichen Nutzen übersteigen. Auch Fachärzte, die nicht als koordinierende DMP-Ärzte fungieren, profitieren nur eingeschränkt.

Ärzteversichert berät Ärzte zur wirtschaftlichen Optimierung von DMP-Teilnahmen und zur Absicherung der damit verbundenen Haftungsrisiken.

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