DMP-Programme bieten niedergelassenen Ärzten den zentralen Vorteil einer extrabudgetären Vergütung, die das Regelleistungsvolumen nicht belastet, sowie eine strukturierte Patientenführung, die nachweislich die Behandlungsqualität bei chronischen Erkrankungen verbessert. Gleichzeitig erhöht sich die Patientenbindung durch regelmäßige Kontrolltermine.

Hintergrund

Zu den weiteren Vorteilen zählen die verbesserte Zusammenarbeit mit Fachärzten durch standardisierte Überweisungsprozesse und die Möglichkeit, Qualitätsdaten für die Praxis zu erheben. Die DMP-Pauschalen liegen je nach Indikation bei 30–80 € pro Quartal und Patient. Nachteile sind der erhebliche Dokumentationsaufwand (ca. 5–10 Minuten pro Patient und Quartal), die strikten Fristen für die Dokumentationsübermittlung und das Risiko von Regressen bei unvollständiger Dokumentation. Zudem bindet das Programm Praxiskapazitäten, die für andere Leistungen fehlen könnten.

Wann gilt das nicht?

Für Privatpatienten existieren keine DMP im GKV-Sinne – einige PKV-Tarife bieten jedoch ähnliche strukturierte Betreuungsprogramme mit eigener Vergütungslogik. Auch Ärzte ohne KV-Zulassung können nicht an DMP teilnehmen.

Ärzteversichert unterstützt Ärzte bei der Bewertung, welche DMP-Programme für die eigene Praxis wirtschaftlich sinnvoll sind, und berät zu Haftungsfragen bei der DMP-Teilnahme.

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