Das E-Rezept bietet Ärzten den Vorteil einer schnelleren, fälschungssicheren Verordnung mit automatischer Prüfung auf Wechselwirkungen und Dosierungsfehler, wodurch die Arzneimitteltherapiesicherheit steigt. Gleichzeitig entfallen Papieraufwand, Unterschriften und der physische Rezepttransport zur Apotheke.
Hintergrund
Weitere Vorteile: Patienten können das E-Rezept in jeder Apotheke einlösen – auch online –, was die Versorgung flexibilisiert. Die Dokumentation erfolgt automatisch, was Regress- und Haftungsrisiken reduziert. Nachteile sind die Abhängigkeit von einer funktionierenden Telematikinfrastruktur – bei Konnektorausfällen steht der Verordnungsprozess still. Die Ersteinrichtung und laufende Wartung verursachen Kosten, die nur teilweise durch die TI-Pauschale gedeckt werden. Datenschutzbedenken bestehen hinsichtlich der zentralen Speicherung von Verordnungsdaten. Zudem berichten Ärzte von einer Lernkurve bei der Umstellung und gelegentlichen Softwareproblemen.
Wann gilt das nicht?
In Regionen mit schlechter Internetanbindung funktioniert das E-Rezept nur eingeschränkt. Für Privatrezepte außerhalb der offiziellen PKV-Plattform und bei bestimmten Sonderbereichen (Sprechstundenbedarf) gelten weiterhin Papierverordnungen.
Ärzteversichert berät Ärzte zur technischen Absicherung der E-Rezept-Infrastruktur und empfiehlt passende Cyber-Versicherungen für den digitalisierten Praxisbetrieb.
Persönliche Beratung zu diesem Thema?
Kostenfreie Erstberatung anfragen →