Niedergelassene Ärzte mit überdurchschnittlichem Honorar nutzen konsequent alle abrechnungsfähigen Zuschlagsziffern, Chroniker-Pauschalen und extrabudgetären Leistungen, die innerhalb ihres Fachgebiets verfügbar sind. Der häufigste Fehler ist die Nichtabrechnung berechtigter Leistungen aus Unkenntnis oder Zeitdruck.

Hintergrund

Erfahrene Kolleginnen und Kollegen empfehlen eine quartalsweise Abrechnungsanalyse, bei der die eigenen Ziffern mit dem KV-Fachgruppendurchschnitt verglichen werden. Häufig übersehene Abrechnungspositionen sind Gesprächsziffern (EBM 03230), Präventionsleistungen und die Abrechnung von Laborleistungen innerhalb des eigenen Budgets. Ein wichtiger Tipp: DMP- und Chroniker-Leistungen sind extrabudgetär und sollten systematisch erfasst werden. Die Delegation abrechnungsrelevanter Dokumentation an geschulte MFA spart Arztzeit und erhöht die Erfassungsquote. Quartalsweise Abrechnungsseminare der KV sind eine lohnende Investition.

Wann gilt das nicht?

Bei Praxen mit hohem Privatpatientenanteil (über 50 %) ist die EBM-Optimierung weniger relevant, da der Honorarschwerpunkt auf der GOÄ liegt. Auch Ärzte in Anstellung rechnen nicht selbst ab.

Ärzteversichert unterstützt niedergelassene Ärzte bei der Analyse ihres Abrechnungsverhaltens und vermittelt spezialisierte Abrechnungsberater.

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