Fondsgebundene Rentenversicherungen bieten Ärzten einen steuerlichen Vorteil bei der Auszahlung (Halbeinkünfteverfahren ab 62 Jahren und 12 Jahren Laufzeit) und die Möglichkeit einer lebenslangen Verrentung, haben aber oft hohe Gesamtkosten, die die Nettorendite gegenüber einem direkten ETF-Sparplan deutlich schmälern.
Hintergrund
Vorteile: Steuerfreies Umschichten innerhalb des Versicherungsmantels (kein Abgeltungssteuervorteil bei Fondswechsel), Halbeinkünfteverfahren bei Kapitalauszahlung und Option auf lebenslange Rente. Insolvenzschutz durch den Sicherungsfonds der Versicherer. Nachteile: Hohe Abschlusskosten (bei Bruttotarifen bis 5 % der Beitragssumme), laufende Verwaltungskosten des Versicherers zusätzlich zu den Fondskosten, eingeschränkte Fondsauswahl im Vergleich zum freien Markt und mangelnde Flexibilität bei vorzeitigem Zugriff auf das Kapital.
Wann gilt das nicht?
Bei kurzen Anlagehorizonten oder dem Wunsch nach maximaler Flexibilität ist ein reiner ETF-Sparplan vorzuziehen. Auch bei bereits vorhandener Überversorgung im Versorgungswerk ist der zusätzliche Versicherungsmantel oft nicht nötig.
Ärzteversichert vergleicht fondsgebundene Rentenversicherungen nach Effektivkosten und prüft, ob der Steuervorteil die Mehrkosten gegenüber einem ETF-Sparplan tatsächlich rechtfertigt.
Persönliche Beratung zu diesem Thema?
Kostenfreie Erstberatung anfragen →