Professionelles Forderungsmanagement sichert die Liquidität der Arztpraxis und kann die Ausfallquote bei Privatpatienten von durchschnittlich 5 % auf unter 2 % senken. Gleichzeitig erfordert es personellen Aufwand und kann bei unsensiblem Vorgehen die Arzt-Patienten-Beziehung belasten.
Hintergrund
Vorteile: Stabile Praxisliquidität durch schnellere Zahlungseingänge, geringere Forderungsausfälle, professionelle Außenwirkung und rechtssichere Dokumentation für den Ernstfall (gerichtliches Mahnverfahren). Nachteile: Personeller und zeitlicher Aufwand für Mahnwesen und Inkasso-Koordination, Kosten für Inkassodienstleister (15–25 % der Forderung als Provision), potenzielle Belastung der Patientenbeziehung und das Risiko negativer Bewertungen durch zahlungsunwillige Patienten.
Wann gilt das nicht?
Bei Praxen mit überwiegend GKV-Patienten ist das Forderungsmanagement gegenüber Patienten kaum relevant. Auch bei Nutzung von Factoring-Dienstleistern wird das Ausfallrisiko vollständig ausgelagert.
Ärzteversichert unterstützt Arztpraxen bei der Einrichtung eines effizienten Forderungsmanagements und empfiehlt passende Forderungsausfall-Versicherungen zur Absicherung offener Honorare.
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