Das Ethikvotum bietet forschenden Ärzten rechtliche Absicherung und dokumentiert die ethische Unbedenklichkeit der Studie, ist aber mit erheblichem bürokratischem Aufwand verbunden und kann den Studienstart je nach Komplexität um vier bis zwölf Wochen verzögern.
Hintergrund
Vorteile: Rechtliche Absicherung des Forschers bei Haftungsfragen, Qualitätssicherung des Studiendesigns durch unabhängige Prüfung, Voraussetzung für die Publikation in renommierten Journals (kein Peer-Review-Journal akzeptiert Studien ohne Ethikvotum) und Vertrauenssignal gegenüber Studienteilnehmern und Fördermittelgebern. Nachteile: Bürokratischer Aufwand für Antragsstellung und Dokumentation, Gebühren (500–5.000 € je nach Studie und Ethikkommission), Zeitverzögerung durch Rückfragen und Nachforderungen und die Notwendigkeit, jede Protokolländerung erneut genehmigen zu lassen.
Wann gilt das nicht?
Bei anonymisierten retrospektiven Datenanalysen kann je nach Ethikkommission ein vereinfachtes Verfahren oder eine Befreiung gelten. Auch Lehrprojekte ohne Forschungscharakter sind oft von der Ethikprüfung ausgenommen.
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