Freiwillig GKV-versicherte Ärzte berichten häufig von einem ungünstigen Preis-Leistungs-Verhältnis, da sie den Höchstbeitrag zahlen, aber nur Standardleistungen erhalten. Als wichtigsten Vorteil nennen viele die beitragsfreie Familienversicherung für Ehepartner und Kinder. Der häufigste Tipp: Zusatzversicherungen für Zahnersatz, Chefarztbehandlung und Einbettzimmer abschließen, um die Versorgungslücke zur PKV zu schließen.
Hintergrund
Niedergelassene Ärzte in der freiwilligen GKV sollten beachten, dass alle Einkünfte zur Beitragsbemessung herangezogen werden – nicht nur das Praxiseinkommen. Erfahrene Kollegen empfehlen, den Einkommensteuerbescheid zeitnah bei der Krankenkasse einzureichen, um Nachzahlungen zu vermeiden. Ein Kassenwechsel kann durch unterschiedliche Zusatzbeiträge jährlich mehrere Hundert Euro sparen.
Wann gilt das nicht?
Für Ärzte ohne Familie oder mit gut verdienenden Ehegatten entfällt der Vorteil der Familienversicherung. Jüngere, gesunde Ärzte ohne Vorerkrankungen profitieren oft stärker von PKV-Tarifen mit besseren Leistungen und niedrigeren Beiträgen.
Ärzteversichert erstellt individuelle Vergleichsrechnungen zwischen GKV und PKV, damit Ärztinnen und Ärzte die langfristig optimale Krankenversicherungsentscheidung treffen können.
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