Die Gematik-Digitalisierung bietet Ärzten als Vorteile einen schnelleren, medienbruchfreien Datenaustausch, Reduktion von Papierdokumentation und perspektivisch eine bessere Behandlungsqualität durch vollständige Patientendaten. Als Nachteile stehen dem hohe IT-Investitionskosten, technische Störanfälligkeit und Datenschutzbedenken bei der zentralen Speicherung sensibler Gesundheitsdaten gegenüber. Langfristig dürften die Effizienzgewinne die Anfangsinvestitionen überwiegen.
Hintergrund
Auf der Vorteilsseite stehen die Vermeidung von Doppeluntersuchungen durch ePA-Zugriff, die automatisierte Verordnung per E-Rezept und die Möglichkeit der Videosprechstunde über die TI. Nachteile umfassen die Abhängigkeit von funktionierender Technik, mögliche Workflow-Unterbrechungen bei Systemausfällen und den initialen Schulungsaufwand für das gesamte Praxisteam. Auch die Datensouveränität ist ein häufig genannter Kritikpunkt unter Ärzten.
Wann gilt das nicht?
Für sehr kleine Praxen mit wenigen Patienten pro Tag sind die Effizienzgewinne geringer, während die Fixkosten für TI-Anbindung gleich bleiben. Rein privatärztliche Praxen können die TI-Nutzung freiwillig gestalten.
Ärzteversichert berät Praxisinhaber zur Absicherung digitaler Risiken, insbesondere zur Cyberversicherung, die bei TI-Nutzung zunehmend unverzichtbar wird.
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