Der Gematik-IDP-Dienst bietet als zentralen Vorteil ein einheitliches Single Sign-On für alle TI-Anwendungen, das den Anmeldeprozess vereinfacht und die Sicherheit durch standardisierte Authentifizierung erhöht. Als Nachteile stehen dem die Abhängigkeit von einer zentralen Infrastruktur, der einmalige Einrichtungsaufwand und das Risiko gegenüber, dass bei einem IDP-Ausfall alle TI-Dienste gleichzeitig betroffen sind. Für die meisten Praxen überwiegen die Vorteile im täglichen Betrieb.
Hintergrund
Vorteile umfassen auch die Vorbereitung auf künftige Authentifizierungsmethoden (z. B. biometrische Verfahren) und die Möglichkeit, Zugriffsrechte für verschiedene Praxismitarbeiter zentral zu verwalten. Auf der Nachteilsseite stehen potenzielle Datenschutzbedenken durch die zentrale Authentifizierung sowie die Notwendigkeit, Ersatzverfahren für den Ausfall des IDP-Dienstes vorzuhalten.
Wann gilt das nicht?
Praxen mit ausschließlich privatärztlicher Tätigkeit benötigen den IDP-Dienst nicht zwingend. Auch in Regionen mit instabiler Internetverbindung kann die Abhängigkeit von der zentralen IDP-Authentifizierung problematisch sein.
Ärzteversichert berät zur Absicherung digitaler Praxis-Risiken und empfiehlt, die Cyberversicherung an die erweiterte TI-Nutzung anzupassen.
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