Ein ordnungsgemäß geführtes Gerätebuch bietet Arztpraxen als zentrale Vorteile Rechtssicherheit bei Haftungsfällen, systematische Qualitätskontrolle der Medizinprodukte und eine lückenlose Nachverfolgbarkeit von Wartungen und Prüfungen. Als Nachteil steht dem der kontinuierliche Verwaltungsaufwand gegenüber, der insbesondere in größeren Praxen mit vielen Geräten erheblich sein kann. Bei konsequenter digitaler Führung reduziert sich der Aufwand jedoch auf ein Minimum.
Hintergrund
Zu den Vorteilen gehört auch der Schutz bei Versicherungsfällen: Ein lückenlos geführtes Gerätebuch belegt die ordnungsgemäße Wartung und kann im Schadensfall den Versicherungsschutz sichern. Nachteile entstehen vor allem durch die Notwendigkeit, alle Mitarbeiter regelmäßig zu schulen und die Dokumentation bei Personalwechseln aktuell zu halten. Fehlende oder unvollständige Gerätebücher können bei Begehungen zu Beanstandungen führen.
Wann gilt das nicht?
Für Praxen mit wenigen, unkomplizierten Geräten ist der Aufwand gering und die Vorteile überwiegen klar. In Gemeinschaftspraxen kann die Gerätebuchführung auf mehrere Schultern verteilt werden, was den individuellen Aufwand reduziert.
Ärzteversichert prüft, ob die Berufshaftpflicht auch Schäden durch mangelhafte Medizinprodukte-Wartung abdeckt, und empfiehlt passende Ergänzungen.
Persönliche Beratung zu diesem Thema?
Kostenfreie Erstberatung anfragen →