Die GKV-Familienversicherung bietet als größten Vorteil die beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartner und Kindern, was bei mehreren Familienangehörigen eine Ersparnis von 3.000–8.000 Euro jährlich im Vergleich zur PKV bedeuten kann. Als Nachteil setzt sie voraus, dass der mitversicherte Partner nur geringfügig verdient (unter ca. 535 Euro monatlich), was die berufliche Flexibilität des Partners einschränkt. Zudem bietet die GKV-Familienversicherung nur Standardleistungen ohne PKV-Komfort.
Hintergrund
Vorteile umfassen auch die unkomplizierte Anmeldung ohne Gesundheitsprüfung und den automatischen Schutz bei Geburt eines Kindes. Nachteile betreffen die Abhängigkeit von der GKV-Mitgliedschaft des Arztes – ein Wechsel zur PKV beendet die Familienversicherung für alle Angehörigen. Auch die Leistungsbegrenzungen der GKV (keine Chefarztbehandlung, Mehrbettzimmer) gelten für familienversicherte Angehörige gleichermaßen.
Wann gilt das nicht?
Für Doppelverdiener-Paare ohne Kinder ist die Familienversicherung kein Argument, da beide ohnehin eigenständig versichert sind. Auch bei hohem Einkommen des Ehepartners entfällt der Vorteil vollständig.
Ärzteversichert berechnet die Gesamtkosten beider Systeme unter Berücksichtigung der Familienversicherung und empfiehlt die langfristig günstigste Lösung.
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