Die Gutachter-Tätigkeit bietet Ärzten als Vorteile ein attraktives Zusatzeinkommen von 80–200 Euro pro Stunde, fachliche Profilierung als Experte und flexible Zeiteinteilung neben dem Praxisbetrieb. Als Nachteile stehen dem der erhebliche Zeitaufwand für komplexe Gutachten, das Haftungsrisiko bei fehlerhaften Beurteilungen und die emotionale Belastung bei strittigen oder tragischen Fällen gegenüber. Für Ärzte mit analytischem Interesse ist die Tätigkeit dennoch sehr lohnend.
Hintergrund
Weitere Vorteile umfassen den Aufbau eines interdisziplinären Netzwerks (Richter, Anwälte, Versicherungen) und die Vertiefung des eigenen Fachwissens. Nachteile betreffen auch den Umgang mit Terminfristen der Gerichte, die Möglichkeit der Ablehnung durch eine Prozesspartei und den steigenden Dokumentationsaufwand.
Wann gilt das nicht?
Ärzte in der Existenzgründungsphase sollten sich auf den Praxisaufbau konzentrieren, bevor sie Gutachtenaufträge annehmen. Auch ohne ausreichende Erfahrung in der eigenen Fachrichtung (mindestens fünf Jahre) ist die Gutachtertätigkeit nicht empfehlenswert.
Ärzteversichert sichert die Gutachtertätigkeit über eine passende Berufshaftpflicht ab und berät zur steuerlichen Behandlung der Gutachtenhonorare.
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