Erfahrene Geburtshelfer empfehlen eine lückenlose Echtzeit-Dokumentation des Geburtsverlaufs, regelmäßige CTG-Schulungen für das gesamte Kreißsaalteam und eine niedrigschwellige Entscheidung zur Sectio bei unklaren Befunden. Der wichtigste Tipp: im Zweifelsfall lieber eine Sectio zu viel als eine zu wenig, da die haftungsrechtlichen Konsequenzen bei verspätetem Eingreifen ungleich schwerer wiegen. Viele Kollegen berichten, dass strukturierte Team-Debriefings nach komplizierten Geburten die Fehlerquote senken und die Dokumentation verbessern.
Hintergrund
Die häufigsten Haftungsfälle betreffen die fehlerhafte Interpretation von CTG-Befunden, die verzögerte Indikation zur Notfall-Sectio und die unzureichende Aufklärung über Geburtsrisiken. Erfahrene Gynäkologen empfehlen, die Aufklärung über vaginale Geburt und Sectio mindestens 24 Stunden vor dem geplanten Entbindungstermin schriftlich zu dokumentieren.
Wann gilt das nicht?
Bei geplanten Kaiserschnitten ohne Notfallsituation ist das Haftungsrisiko geringer. Auch bei reinen Schwangerschaftsvorsorge-Praxen ohne Geburtshilfe sind die Haftungsrisiken deutlich niedriger.
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